"Das Politische anders denken"

Frühling der Bürgerlichkeit?

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Die “Schmerzensmänner” (Nina Pauer): Sind sie Orgasmusprobleme und depressiv?

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Die “Schmerzensmänner”-Debatte. Da steht: “Doch genau an diesem letzten Punkt ist der junge Mann falsch abgebogen. Er weiß nicht mehr, wann es Zeit ist zu kommen. Statt fordernd zu flirten, gibt er sich als einfühlsamer Freund.” – Ich muss sagen, es gibt wirklich schlimme Männer in Berlin.

Die kommen allerdings aus den USA. Die sehen echt strange aus, noch anders als der Hipster. Der Mann kommt nicht? Diese Textstelle wurde in der WAMS am Wochende extra herausgenommen. Wurde Nina Pauer richtig verstanden? Wäre kein Wunder bei Antidepressiva. Wenn die Männer depressiv sind, dann ist auch nichts mit Selbstbewusstsein, outgoing, offensiv sein und so. Und kommen sie nicht oder dauert es zu lange, tut der eventuell Sex weh.

Es gibt auch chronisch milde Depression: Dysthymia. Ist der Hipster latent depri? Oder steht er nur für eine Weltflucht?

Also Erstmal einige Fragen vorab klären:
1. Haben “Schmerzensmänner” Orgasmusprobleme
2. Wie depressiv sind sie?
3. Was nehmen sie für Tabletten oder Drogen?

Geschrieben von edomblog

31. Januar 2012 um 01:35

Infotafel: Die zerstörte Republik

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Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Benderblock Berlin

Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Bendlerblock Berlin

Weimar: Die zerstörte Republik

Sie hat folgende Abschnitte:
a) Weltwirtschaftskrise
b) Versagen der Parteien
c) Wertewandel (autoritäre Ideen) und Erfolg des “Preußenschlages”
d) Das Ende: Scheitern der Regierung Papen und Machtübertragung auf Adolf Hitler durch Reichspräsident Hindenburg
e) Hoffnungen in der Endphase

Zitat aus den Weihnachtsbetrachtungen des Ökonomen Gustav Stolper 1932: “Die Krise der Weltwirtschaft ist offen zu einer Krise der Weltpolitk geworden. War 1931 das Jahr der Kreditkatastrophen, so war 1932 das Jahr der beginnenden Krisenliquidation. Wir können rückblickend zufrieden sein mit dem Weg, den Deutschland in diesem Jahr zurückgelegt hat. Das Drama von 1931 hatte zum Schauplatz die ganze Welt, das Jahr 1932 hat nur in Deutschland einen dramatischen Verlauf genommen. Die Welt blickt wieder einmal auf Deutschland. Deutschland steht mitten in einer Revolution, deren Formen sich in kein geschichtliches oder staatsrechtliches Schema zwängen lassen, die einmalig und ohne Beispiel sind.”

Schnappschüsse 2011

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Innenhof Bundesinnenministerium

Innenhof Bundesinnenministerium

Willy Brandt zum 100. Geburtstag von Otto Wels, Titel der Rede "Die Partei der Freiheit", 15.9.1973

Gedenktafel für Otto Wels, Berlin Friedrichshagen

Gedenken an Otto Wels

Gedenkort Berlin Moabit für Deportation der jüdischen Deutschen in Vernichtungslager

Kränze der Bezirksfraktionen Tiergarten

Buffet CDU Bundesparteitag

Essen Bundesparteitag der CDU

Geschrieben von edomblog

16. Januar 2012 um 15:38

Dokumentation: Flyer zur Demonstration vor Schloss Bellevue 7.1.2012

mit 3 Kommentaren

Damit es keine Unklarheiten gibt, veröffentliche ich hier den Flyer der Veranstalter zur Demonstration vom 7.1.2012

Flyer

Wulff den Schuh zeigen - SHOE FOR YOU MR President!

Warum?
“Dies ist für die Organisation der Anlass, ein Zeichen zu setzen, und die Bevölkerung aufzufordern, am Samstag, 07.01.2012 um 14 Uhr zum Schloss Bellevue zu kommen und Herrn Wulff den Schuh zu zeigen und ihn damit zu ermahnen, weiteren Schaden vom Amt des Bundespräsidenten durch seinen Rücktritt fernzuhalten.”

Homepage des Veranstalters: http://www.clof.eu

Fotos Demo #wulffschu vor Schloss Bellevue 7.1.2012

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Tor Eingang Amtssitz des Bundespräsidenten

Geschrieben von edomblog

9. Januar 2012 um 02:13

Das politische Berlin: Ein Ort, der von der Wahrheit entwöhnt?

mit 2 Kommentaren

Guttenberg verweigert sich der Wahrheit. Was will man von jemanden erwarten, der diesenn Unterschied nunmal gar nicht richtig kennt. Ist der Unterschied zwischen Wahrheit und Unwahrheit in Berlin noch relevant? Was kann die Politik dafür? Es ist auch der Journalismus und die Medienkonzerne, die Wahrheit irrelevant werden lass. Verfehlt ein Politiker 100% Vollständigkeit, so ist es eine (intendierte) Lüge. Geschieht dies den Medien, so ist es Teil der Meinungs- und Pressefreiheit.

Peinlich bleibt die fatale Nebenbedingung, wie wenig einige Medienvertreter spüren, dass sie selbst Anteil daran haben, dass zu Guttenberg überhaupt so hoch aufsteigen konnte. Offenbar hat keiner recherchiert – oder es wurde nicht veröffentlicht.
Außerdem waren es nicht nur BILD, die Guttenberg stützte, sondern auch die (transatlantische) ZEIT mittels eines Kommentares von di Lorenzo. Wie vielen war dies im ausgelassenen Publikum beim Kongress von “taz” und “Freitag” präsent?

Geschrieben von edomblog

10. April 2011 um 00:06

Zu Knut: Ein Sinnbild für Biopolitik. Seinen Tod denken mit Agamben und Foucault

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Knut im Zoo: Ein Sinnbild für den Menschen, der selbt in einem Zoogefängnis sind. Von zoe ist das Biotop des Menschen weit entfernt. Im Zoo drohen scheinbar keine äußeren Gefahren. Hilft das dem Tier? Dressur und Disziplin sogar beim Tier, damit des Spektakel im Zirkus seinen gewohnten Gang gehen kann. Und an Knut wurde nicht mehr der Pfleger glücklich, sondern ein verhängnisvolles Schicksal erfasste ihn. Passend zu Knut: Michel Foucault sprach in seinen Vorlesungen 1977 von einem Übergang vom “Territorialstaat” zum “Bevölkerungsstaat” (Agamben 2002:13). Das bedeutet dann, den Zoo nicht als eingesperrtes Territorium zu denken, sondern das Tier wie Knut als eine Population unter Kontrolle. Knut ist nicht durch äußeren Tod oder Gefahren bedroht. Umso arger bedrängt alles andere ihn, alle verbleibende andere. Z.B. Terrorismus, der in einer von offen Gewalt und kriegerischer Aggression zum Raub von äußerlichen Territorium “befreiten” Zivilsation eine Art “Re-Entry” äußerer Gefahr bedeutet. Knut lebt(e) quasi ähnlich wie wir unter der Doktrin der Gesundheit, der (Selbst)Erhaltung des Lebens ohne Recht auf Glücklichkeit, der Fitness, der Askese. Das glückliche Tier bzw. Kind (4 Jahre) musste er nur vorspielen. Er musste nur zum Schein gelassen und ausgeglichen wirken. Harmonie bedeutete für ihn, vergnügt kindlich zu spielen in einem Gefängnis. Fern der Wildnis wirkte sein potemkinscher Palast wie das Paradies. Doch vom “umzäunten Garten” war vor allem nur der Zaun echt. Wieviel Knut sind wir?

Kommentar: Google goes Berlin! Endlich Technologiefolgeabschätzung

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Ein überfälliger Schritt von Google, in Deutschland ein Forschungsinstitut einzurichten. Die Unternehmen entwickeln Technologien, betreiben aber keine Technologiefolgeabschätzung. Die Politik sollte weiter Druck machen. Nur das sichert Innovation und wirtschaftliche Dynamik.

Außerdem zeigt es, dass die reine PR-Kampagne von Google zu Streetview gescheitert ist. Vgl. im Blog Posting vom 20.8.2010: “Was ist die Crux beim Geodienst Streetview von Google? Alles nur Tourismus und Fremdenverkehr mit Gütesiegel?
mit der Bemerkung “Wo ist eine solide Technikfolgenabschätzung?”

Geschrieben von edomblog

15. Februar 2011 um 23:09

Geknechtete Gymnasiastenherrlichkeit: “Bildungbürger” und zitierte Lyrik von Goethe

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Der säkulare Nationalist und Sozialist Sarrazin (SPD) Goethe sei Dank ein Bildungsbürger?
In einem “Debattenbeitrag” auf Spiegel Online schreibt Matthias Matussek mit doch deutlich weniger Distanz als es gekonnt Frank Schirrmacher tut über den sozialistischen Volkswirt Thilo Sarrazin (laut DVA: “Fachökonom”; jahrzehntelang SPD Mitglied): “Hier auf dem Podium saß ein Bildungsbürger, der in seinem Buch immer wieder auf die glücklichen Lektüre-Erlebnisse seiner Kindheit zu sprechen kommt.”

Ein toller Verdienst der Medien? Kein “Tabu” mehr? Das Beispiel Leitkultur
Matussek vertritt die These, es habe “vor vier Wochen” noch “als Tabu” gegolten, geläufig vom Leitkultur zu sprechen, wie Sigmar Gabriel es jetzt tat. Nun hat aber Sigmar Gabriel nicht von Kultur gesprochen, sondern der SPD Bundesvorsitzende Gabriel hat lediglich die Grundrechte-Artikel unserer bundesdeutschen Verfassung, d.h. das, was Gesetzeskraft hat, was Paragraphen und Artikel sind, mustergültig.

Selbstgenügsame Kontemplation der versammelten Bildungsbürger
Auf die Frage, ob er sein Talent (zur Provokation) geerbt habe, habe Sarrazin geantwortet “Ach, Sie wissen doch, dass alles eine Mischung aus Erbe und kultureller Formung ist.” Für Matussek löst nun die stille Übereinkunft zwischen selbsternannten Bildungsbürgern die Probleme auf. Uns berichtet Teilnehmer Matussek urteilend, Sarrazin “… hatte damit die entscheidende Kampflinie seines Buches im Konversationston entschärft.” Nur bleibt die Frage, ob die Kampflinie, die die Kampfschrift von Sarrazin mit ihrem inhaltlichen Geltungsanspruch aushob, nicht nur mit einem bildungsbürgerlichen Trugreigen “entschärft”, sondern ob sie auch aufgehoben ist? Denn die eigentliche Moral der Geschichte ist die selbstgenügsame Kontemplation der versammelten selbsternannten Bildungsbürger. Der für den Text bezeichnende Passus lautet:
“Ein Publikum, das empfänglich zu sein schien für den bitteren und melancholischen Abschiedston Sarrazins, den er selber ‘Deutschland im Abendlicht’ nannte. Hier auf dem Podium saß ein Bildungsbürger, der in seinem Buch immer wieder auf die glücklichen Lektüre-Erlebnisse seiner Kindheit zu sprechen kommt. Übrigens der einzige, der in Plasbergs Sendung Goethes Spätgedicht “Wandrers Nachtlied” rezitieren konnte.”

Nun, wissen wird doch, dass es tatsächlich “Ein Gleiches” war, welches in “Deutschland schafft sich ab” (Seite 391) und bei “Plasberg” in der ARD lief. Gewiss, schon Bultmann riet Gadamer, warten Sie, irgendwann entdecken Sie Goethe. Doch wie sagt Gadamer: “Ob wir alle noch zu sehr Anfänger im Hören dieser Dichtung sind?”

Terminologie: Bildungsbürger werden die neuen Spießgesesellen
Hinter dieser trügerischen Friedlichkeit von Bildung und Bürger verschwindet die Aggression und die vernehmbare hermeneutische Gewalt, welche die betrachtete Kampfschrift von Sarrazin auf Deutschland erklärtermaßen ausübt. Sicherlich mögen Sarrazin und Matussek sozial oder vom Salär “Bildungsbürger” gesehen, sozusagen im gewöhnlichen, im allgemeinen Sinne sein oder könnten es. Weil sie jedoch gemein statt allgemein sind, vermögen beide es nicht, diesen Anspruch auf Geltung auch kulturell ausfüllen und einen kulturellen Anspruch für das Bildungsbürgertum in Deutschland normativ und politisch oder publizistisch auch mit dieser Art durchsetzen zu können mit ihrer Weise.

Denn die Frage ist doch, wer hier inkludiert ist und wen die Exklusion trifft bei der sozialen Klasse “Bildungsbürger”. Für Sarrazin hängt die Frage, wer Bildungsbürger wird, davon ab, wer mit wem schläft. Der Rückzug von der republikanischen Aktivbürgerschaft, der Beamten wie Publizisten gemein ist, schlägt das römische Erbe von Hannah Arendt zu Gunsten von Kontemplation aus. Die Frage ist, ob die dort, in der Urania in Berlin versammelte Gesellschaft von Herren nicht weit weniger eine vorzeigbare Ansammelung freier Bürger und frei gebildeter Bürger war, sondern eine von jener Namen ist, die unlautere Knechte ihrer Bildung und der dazugehörigen alten Herren und einer verwunschenen Gymnasiastenherrlichkeit sind.

Die Sache mit dem zeugenden “Fick” und und die Praxis der Vererbung. Nöte “treudeutscher” Männer am Beispiel Fall Sarrazin?
Nur weil man vielleicht mal die Fresse von Türken oder Arabern hat poliert bekommen, darf niemand ein Biologist und Rechtspopulist werden. Derneue Betroffenheitskult vom “Stamme nimm Sarrazin”, welcher private Angst und Rache, der trotz “Fit for Fun” und der quälenden Askese des Joggens und der Fitness, sich elendig fühlt, sich körperlich und kulturell den “Muskelmigranten” aus dem Morgendland und ihrem Muzzein knechtisch und kriecherisch unterlegen fühlt, da gilt, dass private Neurosen und deren Psyche sozial kein Anrecht auf öffentliche Vernunft und die Räson der res publica haben. Weder die Phantasien von Vorstadtmüttern noch ihre uferlosen Ängste bestimmen nicht die Staatspolitik der CDU. Gemeinsam Ängste steigern schadet, gemeinsam Sorge zu tragen, das hilft. Eine Steigerungsspirale führt am Ende in den Abgrund.

Attraktive “Muskelmigranten”?
Die Monströsität in der Resonanz, die Sarrazin tief im Inneren mancher erfährt, stammt wohl auch aus dem Erschaudern über die klammheimliche patricharchiale Attraktivität, aus Unterwerfung, die derer von Heidi Klum ähneln könnte, die bestimmt wie eines ihrer tollen Mädels gekichert haben muss, als ihr zukünftiger Gemahl Seal in sportiver Kleidung im Hotel begegnet sein soll. Die Macht von Statur und Gemächt, sie evoziert Strömungen im Unterbewusstsein.

Schieben die Männer nicht eigentlich alles auf die Fertilität der Frauen ab?
Wofür ist Demographie die Chiffre? Einseitig wird von Geburten und Fertilität der Frauen gesprochen! Aber wieviele Männer zeugen wieviel Söhne? Auf dem Land sind das handfeste Probleme. Schließlich muss einer den Hof erben und fortführen. Und auch die Tradition muss weitergegeben werden.

Südländer und der richtige Chic bringen es: “italiens do better”?
Haben deutsche Männer etwa Angst, es ihren Frauen nicht (mehr) so gut besorgen zu können, wie Türken und Arabern ihren Weibern? Oder ist es die Angst deutscher Männer vor den attraktiven Migrantinnen, die viel figurbetonter und viel weiblicher gekleidet sind als viele ein wenig wurstige oder aberu auch ungesund dünne Frauen ohne Kurven, die “autochthon” und “deutsch” sind? Kurven stehen über den Zahlen von Sarrazin.

Die Welt ist heterogen und hybrid: Voller Bastard! Nichts ist im “Echttest” reinrassig!
Identität und Erbgut sind stets hybrid. Keine Züchtung ist rein. Gegen den Furor der Reinheit hiflt auch die Lektüre von Philip Roth “Human Stain” (“Der menschliche Makel”) oder Gerd Koenen (u.a. “Utopie der Säuberung”).

Sarrazin ist lutherisch und anti-westlich, nicht calvinistisch und bürgerlich
Im “religionssoziologischem Schematismus” von Müller-Armack ist es der Calvinismus, der auf die “Aktivierung des Laien” setzt, auf “freies Bürgertum”, auf “privates Unternehmertum”. Und Sarrazin, er ist doch lutherisch, eben nicht “westlich” oder “Westernisierung”, denn er setzt(e) auf Verbeamtung. Die Perspektive von Sarrazin. Müller-Armack weist dem Luthertum den “Cameralismus”, die Perspektive “Staat von innen gesehen” zu, bennent “Finanzwissenschaft” und “Themen der Staatspraxis und der vergleichenden Staatenkunde” als Kennzeichen des Luthertums. Offenbar führt die Tradition dieser Spur bis zu Sarrazin.

Den Freunden der “modischen Zivilkleidung” sei gesagt, das Müller-Armack diese dem Calvinismus zuordnete. Beim Katholizismus sah er historisch “ständische Kleidung”. Während das Luthertum eben für den “Staat von innen gesehen” stünde und für “Tendenz zur Bildung individueller Weltanschauung” sowie “regt einfühlende und historische Betrachtungsweise an”, bedeute hingegegen der Calvinismus “Staat vor das Forum der Vernunft und der Bibel gestellt” statt “Staat von innen gesehen”.

Die Ernte, die Sarrazin aussät, sie ist verseucht. Gegen die Plagen, die uns nerven, hilft nicht das Programm von Selbstsabotage und kulturellem Selbstmord, welches Sarrazin als typisch deutscher Pflichtdienst am Untergang vorexerziert.

Mensch Mattussek, da schreibt man schon Bücher über den Wert des Vaters und des Mannes und dann fuhr der Sprößling auf Jay-Z ab. Hilft da der gute alte Goethe? Mehr Licht!?

Ist Sarrazin ein ehrenwerter Mann? Wie steht es um die Ehre der Republik?

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Ein furchtbar feiner Herr, der stramme Sozialist von Rechts. Ein radikaler Buchautor aus Überzeugung, das ist der ehrenwerte Bundesbankvorstand Dr. Thilo Sarrazin, der großspurige Herr der Zahlen, der Zahlen gegen die Menschen ohne Gefühl ins Feld führt unter Verweis auf ein Diktum der totalen Sachlickeit. Die Zahlen herrschen über die Menschen. Sarrazin wähnt sich lediglich im taktischen Malheur. Nein, es ist kein Irrtum.

Leidiges lässliches Malheur pur?
Lediglich eine lässliche Dummheit im tragischen Eifer des Gefechts? Alles kein Drama, denn das kann ja jedem passieren? Ist Sarrazin ein ehrenwarter Mann oder eine Bedrohung der Republik? Der wilde und wirre Sozialist Sarrazin ist ein falscher Prophet. Sarrazin ist ein völkischer Sozialist von Rechts, der in den Gestalt des sozialdemokratischen Biedermannes agiert. Gewährt die SPD Sarrazin weiter Deckung? Gibt es einen rechten Rand in der SPD oder der Berliner Sozialdemokratie?

Sozialdemokratie weniger verlässlich als politischer Katholizismus?
Ist heute die Sozialdemokratie weniger verlässlich als der politische Katholizismus? Denn dieser bezog mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und ihrem Präsidenten Alois Glück bezog standhaft Stellung gegen die Hetzereien in den Denkfiguren von Sarrazin und seinen Biologismus. Umtriebig scheint Sarrazin gewesen zu sein. Oder halfen ihm die Ressourcen seines Verlagshauses ein kleinwenig mächtig mit?

Rolle von Random House und DVA?
Wie ist die Rolle des Verlages, den Sarrazin für sein Buch “Deutschland schafft sich ab” gefunden hatte, zu bewerten? Welchen Beitrag leistete die Deutsche Verlagsanstalt innerhalb der Bertelsmann Gruppe Random House? War es alles einzig nur ein Zufall?

Sind das Medienhaus Bertelsmann und Gruppe SPIEGEL Teamplayer kraft der Eigentumsverhältnisse?
An der Gruppe SPIEGEL hält das Medienhaus Bertelsmann indirekt eine kleine aber feine gewichtige Beteiligung über das Tochterunternehmen “Gruner+Jahr”. Ob die Beteiligung nur 24,75% oder aber über der Sperrminorität von einem Viertel hinaus bei 25,5% liegt, das wird teilweise bemerkenswerterweise durchaus verschieden diskutiert.

Was ist das Ziel von Sarrazin?
Was hilft Sarrazin gegen die tatsächlichen Probleme der Republik, die Sarrazin nur streift? Sarrazin ist ein wirrer Geist. In seiner Not flüchtet Sarrazin ungebremst in die Pseudowissenschaftlichkeit, die er dann wohl konsequent durchzieht und durchhält. Sein Buch wirkt durch die Nebenfolgen. Was waren die Intentionen?

Ist das publizistische Verhalten von Frank Schirrmacher zweifelsfrei untadelig und klar rechtschaffend?
Reicht es aus, dies alles als “vulgär” und nicht Stand und Status entsprechend souverän im Habitus ästhetisch abzuqualifizieren, wie es durch den F.A.Z. Mitherausgeber Frank Schirrmacher geschah? Das ist die Frage? Wo stehte die bürgerliche Presse in Deutschland? Steht sie für die Republik? Oder ist auch das Projekt Joachim Gauck nur ein ästhetisches Abenteuer; auch ein klassisches rein existenzialistisches Engagement?

Erbe und Tradition haben ihre Zeit: Exzellenz in Bürgerlichkeit bei Sternberger und Bucerius
Steht die Frankfurter Allgemeine Zeitung zum Erbe von maßgeblichen Persönlichenkeiten wie z.B. Dolf Sternberger oder Alexander Rüstow? Wie wird die Geschichte die Sachverhalte als Vorgang zur Not auch literarisch klären?

Bloße Tüchtigkeit und Emsigkeit, reicht das? Wie entsteht krude Denke?
Bemühungen allein reichen nicht aus auf dem Level eines Bundesbankvorstandes, eines erfahrenen Spitzenbeamten und eines im Bundesland Berlin unter Klaus Wowereit erprobtem Finanzsenator. Wie konnte es dazu kommen? Sarrazin missbraucht seinen Staus als rechter Vorzeigebürger, Mitglieder der SPD, amtierender Bundesbankvorstand.

SPD, Wowereit, Bundespräsident, politisches Berlin, Tradition der Bundesbank
Wieso konnten die SPD und die Institutionen dies zulassen, so dass es zur brisanten Lage kommen konne? Selbst Bundespräsident Horst Köhler war auch an dem Vorgang beteiligt gewesen. Solidarität unter Fachbeamten und Ökonomen und aus einer Tradition, einer spezifischen Tradition des Bundesfinanzministerium?

Ikonen der Republik? Wie steht es um Berlin?
Die Republik lebt und ist lebendig. Und wenn es die Tradition des katholischen Landvolkes mit Alois Glück ist! Ein Bürgertum voller Bilder ist nicht der einzige Träger des Säulen des Staatswesens und der Parteien. Denn es gibt viele Bewegungen.

Geschrieben von edomblog

2. September 2010 um 03:17

Veröffentlicht in "Rettungschirm", Bundespräsidentschaft aktuell, Bundespräsidialamt, Das "C" in der Union, Deutschland / Inneres, Geschichtsbewusstsein, Judentum - judaism, Katholizismus, Medienkritik & Auseinandersetzung, Meinung, Organisationstheorie, Parteienforschung, Politikwissenschaft, Politische Theorie, Rechtspopulismus, wertkonservativ, Wulff

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