"Das Politische anders denken"

Frühling der Bürgerlichkeit?

Archiv für die Kategorie ‘römische Tugenden

Ein echter römischer Censor? Der amerikanische Senator Robert Byrd

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Geschrieben von edomblog

5. September 2010 um 01:23

Werk und Wirkung: Cui bono “Deutschland schafft sich ab”?

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Wofür ist genau die Wirkung der Meinung von Sarrazin der Prüfstein? Bzw., worin besteht der Skandal? Was ist schlimm daran, dass Sarrazin nicht die Wirkung hat. Wenn das Buch “Deutschland schafft sich ab” ein gutes Buch wäre, welches Wirkung sollte es dann haben? Fördert Sarrazin eine Tugend?

Streit, Zorn und Groll liegen in der Luft

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Streit, Zorn und Groll liegen in der Luft. Wie können die Wellen zu Meeresstille werden?

Wer ist derjenige, den wir brauchen? Ist das die Frage, die wir uns stellen müssen? Wen wir brauchen? Müssen wir nicht fragen, was wir brauchen? Was brauchen wir? Wir müssen fragen. Aber wir müssen nicht unser gemeinsames “wir” wie ein Orakel befragen. Fragen wir, was es jetzt braucht.!Wir müssen uns nicht fragen, wer wir sind, sondern was wir brauchen. Wer wir sind ist ohne Bedeutung. Von Bedeutung ist unsere Not dieser Tage. Wir brauchen sowas wie eine neue Renaissance! Das ist es, was wir brauchen. Es ist eine Neugeburt Europas von Nöten und sanft geboten. Das ist jetzt die Wegweisung. Die “stille Kraft” der “guten Gründe” (Jürgen Habermas). Es weist uns den Weg. Es taget schon. Verbünden wir uns mit Neugeburt im Sinne einer Renaissance.

Berlin darf ruhig das Florenz des 21. Jahrhunderts in Mitteleuropa werden. Be Berlin! Just do it! Swoosh! Berlin ist nicht die “Stadt der Abwesenheit”? Berlin ist nicht Abwesenheit. Sondern die Stadt Berlin ist ein Anwesen! Berlin ist die kommende Polis. Lest! Lest aus. Auszulesen ist das Auserlesene. Es gewinnt Präsenz im Blitz. Doch ohne Blitzkrieg. “Der Blitz regiert alles” (Heraklit / Heidegger). Geistesblitz! blitzgeschwind

Wendepunkt
Streit, Zorn und Groll liegen in der Luft. Wie können die Wellen zu Meeresstille werden? Sich aufschwingende Ström geraten zu quälendem Drangsal, müssen in ein friedliches Meer münden und zum See werden. Keine leichte Geburt! Eine neue Renaissance ist die Antwort! Eine Neugeburt! Anklage in den Seelen fände auserlesener Geist. Befragen wir nicht orakelnd unser gemeinsames “wir”, WER oder WIE wir bloß so sind im Dasein. Fragt, WAS wir gemeinsam brauchen.” Wo sind wir und wohin reisen wir. Das ist die einzigen Fragen, die uns alle einigen. Stellen wir zurück, ob es um Dein Sein oder mein Sein ging oder geht, WAS tun wir gemeinsam? Fragen wir nicht, WER tut etwas für die Gemeinschaft, sonst WAS tut dem Gemeinsamen als dem kollektiven Gut der Gemeinschaft gut. Wichtig ist nicht, wer das Kollektiv ist oder wie das kollektiv ist oder wie kollektiv das Kollektivist, sondern was das Kollektiv tut und wohin das Kollektiv möchte und kann. Wie bleibt das Kollektiv ein gemeinsames Kollektiv? Wenn alle nur einzelne Individuen sind, können alle leicht totalitär kollektiviert werden.

Wie können die Wellen zu Meeresstille werden? Eine Art neue Renaissance! Und zwar als echte Neugeburt! Auserlesener Geist fände Anklag frei vom Stand bei Geburt

Fragwürdigkeiten schwirren durch den Zeitgeist, entgeistern den guten Geist der Republik

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Streit, Zorn und Groll liegen in der Luft. Böse Schwingungen laden sich negativ auf, kreisen wie Geier umher. Wie kann der Strom an Wellen (Abtritte, Rücktritte, Austritte, umhertreten, Flucht aus Ämtern, Schwund an Vertrauen, Glaube und Treue, Abstürze und Einstürze von Banken, Abgründe, unterirdisch implodierte monströse Luftschlösser der Finanz mit Krise, drei Wahlgänge, Zoff, Umgangston, Streitsucht, pubertäres Wetteifern) friedlich in Meeresstille münden? So, dass kraftvoller Einsatz und Energieaufwand zu Segen (Shalom) würde.

Familienministerin Dr. Angela Merkel 1993 zu “gelebte Autorität”:

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Im Schlussplädoyer des mit “Pflichten und Verantwortung in der freien und verantwortlichen Gesellschaft” (S. 46 -53) überschriebenen Beitrages heisst es auf Seite 53:

“Wir brauchen den verstärkten Dialog zwischen Politik und Gesellschaft, nicht zuletzt zwischen den Generationen. Hier muß für Jugendliche erfahrbar werden, daß einzelne sich mit bestimmten Werten und Zielen identifizieren, für Inhalte stehen. Sie verkörpern dann auch sowas wie ,gelebte Autorität’, die das Vertrauen in Politik und Staat stärken hilft.”

Quelle: Reinhard Göhner (Hrsg.): “Politik für die Zukunft. Die CDU an der Schwelle zum 21. Jahrhundert”, April 1993

Bundeskanzler Konrad Adenauer über den Begriff des Bürgers am Beispiel des römischen “civis”

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Konrad Adenauer 1954: “Mit dem Begriff “Civis” ist die beste Tradition der alten römischen Republik unlöslich verbunden. Denn civis war ja nicht jeder, nur weil er durch seine Geburt einem bestimmten Staatsverband angehört; in der vollen Bedeutung des Wortes war civis nur der, der sich von der Jugend auf und Zeit seines Lebens für die res publica verantwortlich wusste.”

(Geleitwort für die erste Ausgabe von CIVIS, begründet von Rüdiger Altmann und Johannes Gross).

Dolf Sternberger anno 1967: “Es ist an der Zeit den Begriff des Bürgers zu rehabilitieren” (Vorrede), edition Suhrkamp Band 224 / Bibliothek Suhrkamp Band 1170

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