Archiv für die Kategorie ‘Meinung’
Wo sind die Eliten und Funktionseliten?
Seit der Ermordung von Alfred Herrhausen erscheint mir die Elite der deutschen Wirtschaft, die Manager und die Unternehmer mehr so wie eine intellektuelle Wüste. Offenbar war das gelungene Abschreckung. Den Konsens der Wirtschaft und der Eliten, er muss auch luzide und streitbar und elegant vermittelt werden.
Immer noch dominieren noch so Kurt Biedenkopf und Meinhard Miegel. Die beste Rede hielt auf dem CDU Bundesparteitag in Leipzig Georg Mildbrand.
Wo sind denn die Funktionseliten in der Wirtschaft, die für Europa kämpfen? Warum muss die Politik und Merkel den ganzen Dreck machen? Das ist undankbar! Mal so ein gelegentlicher sanfter Wortbeitrag etwa von Martin Blessing in der WAMS genügt nicht. Und Josef Ackermann erscheint mir mehr selbstreferentiell verliebt in seinen Darbietungen. Führung sah ich da nicht. Macht und Einfluß braucht seriöse Repräsentation auch in der Öffentlichkeit.
In Deutschland müssen wir mal begreifen unser politisches System und unsere Freiheit als Potentiale gegenüber USA, Rußland, China oder Indien zu begreifen. Leider geht durch die EU vieles verloren, so scheint mir.
Das Thema von Gauck ist mehr so historische Dankbarkeit, analog zu Dankbarkeit gegenüber Gott, unserem Schöpfer. Das bringt es nicht.
Vorbild
Das Konzept Vorbild wird in Deutschland zu sehr auf “moralisches Vorbild” reduziert. Oder es ist jemand gemeint, der sehr viel Erfolg hatte (etwa im Sport oder schlicht viel Geld z.B. Carsten Maschmeyer oder ein erfolgreicher Gangster als Vorbild gegenüber einer Gang). Nach den Orgien und Rausch der Amoral zwischen 1933-und 1945 und der Bewunderung der Amoral, ist die Orientierung auf Moral und Ethik richtig gewesen. Aber Vorbild müsste sich auf den Umgang mit Herausforderungen beziehen. Von den Bürgern wird viel Leistung erwartet. Der Umgang mit Fehlern und Brüchen muss auch vorgelebt werden. Sich selbst zu optimieren ist etwas ganz anderes. Das kann im Grunde jeder.
Professor Dr. Paul Nolte (Zeithistoriker FU Berlin) sollte Bundespräsident werden
Ein jüngerer Wissenschaftler mit junger Familie, Auslandserfahrung, ein genauer Kenner der Geschichte der Bundesrepublik, wäre jetzt genau der richtige Bundespräsident. Der frischgebackene Bundespräsident Horst Köhler fand 2004 das damals das kleine aktuelle Buch von Paul Nolte sehr gut. Ich denke, er wäre ein sehr guter Kandidat. Bei der Friedrich Naumann Stiftung hielt er eine “Rede zur Freiheit”.
Die Gürtellinie
Wenn bei manchen Politiker das Gehirn zu oft zwischen die Beine rutscht, muss man eben auch mal unter die Gürtellinie zielen, damit das Blut wieder in den Kopf steigt und das Gehirn arbeiten kann.
CDU Landtagsfraktionsvorsitzender Björn Thümler: “Wenn wir einen Untersuchungsausschuss beschließen, dann aber richtig”
Björn Thümler hält dagegen! Was passiert wohl, falls die Piratenpartei 2013 in den niedersächsischen Landtag einziehen sollte …? Der FAS sagte er: “Wenn wir einen Untersuchungsausschuss beschließen, dann aber richtig”.
Landtagsfraktion und Landesregierung müssen die lückenlose und vollständige Aufklärung aller kritischen Vorgänge und Sachverhalte in Niedersachsen und darüberhinaus zusichern und dafür Garantien geben, die (politisch) werthaltig sind. Gerade junge Kräfte in der Fraktion wie Björn Thümler, Jens Nacke oder Ansgar Focke sollten sich an die Spitze dieser Bewegung setzen. Sonst sieht bald auch David McAllister alt aus.
Christian Wulff diktiert den Deutschen Maximen
Ich finde es eine Schweinerei, wenn weiter im Raum steht, jeder Politiker oder Mann, der mal im Puff war, müsse Wulff unterstützen; jeder, der Spenden oder Hlife von Freunden – auch in der Politik – nutzte, müsse Wulff aus Gründen moralischer Maximen unterstützen; jeder, der seine Familie schützen wille, müsse Wulff unterstützen; jeder, der Schwächen hat und Fehler hat oder sich im Leben leistet, müsse Wulff unterstützen; jeder, der eine Scheidung hatte, müsse Wulff unterstützen; jeder, der günstige Kredit aufnahm oder bei einer Privatbank ist, müsse Wulff deswegen unterstützen.
Die bunten Bilder der bunten Republik
Klar – ein Ministerpräsident ruiniert sich mit einer Scheidung und das soll keinen Bürger oder Steuerzahler etwas angehen? Ein Spitzenpolitiker verstrikt sich in Vergünstigen von und Gefallen seitens “privaten” (Geschäfts)Freunden – seit wann sind Geschäfte privat? -, bei denen er urlaubt und nimmt sie sogar, wenn sie nur noch Privatier wie Egon Geerkens sind, und mitten in einer Finanzkrise in unsolide Kredite und intensive Verschleierungswinkelzüge und Verstellung, was alles unheimlich viel Vertrauen und Energie kostet, und das soll nicht interessieren? Außerdem hat seine Ehefrau die Kreditverträge mit unterschrieben, die andere und ihren Mann in Öffentlichkeit und Rechtsrealität in den Bereich von Straftatbeständen wie Vorteilsannahme und Vorteilsgewährung rücken. Da muss auch ihr Charakter und Lebeneinstellung beleuchtet werden. So ist das nunmal in einer Ehe. Es wird niemand gezwungen, einen Spitzenpolitiker zu ehelichen.
So wie bunte Bilder viele Menschen an der Politik mit am meisten interessieren – so ist das nunmal in der “bunten Republik” – so zählt das Privatleben eben auch dazu. Wer das nicht will sollte private und öffentliche Repräsentation strikt trennen.
Wer 14 Tage nicht einen simplen Sachverhalt zu erklären vermag wie die Differenz zwischen einem Kaufpreis und 85 000 Euro, die die Renovierung gekostet haben soll, ist der dann noch politisch ernst zu nehmen? Und ein Bundespräsident, dessen Privatleben bei Politikerkollegen und Presse dermaßen zum Klatschthema war und ist, kann sein Amt nicht ausüben wie es nötig wäre. Lauterbarkeit und Redlichkeit sind der Preis für dieses Topamt mit 199 000 Euro “Ehrensold” nebst Aufwandsentschädigung von 78 000 Euro und kostenloser Amtswohnung. Es ist lebensfremd und weltfremd, den Repräsentanten der Bundesrepublik im Ausland nicht and lebensnahen Maßstäben zu messen.
Anonymer Beitrag: Vom Elend des Mannseins
von unbekannter Autor
Wir leben im weiblichen Zeitalter. Das ist mittlerweile eine sozialpsychologische Binsenweisheit. Was dabei aber gerne übersehen wird, ist, dass die Männer mit ihrer neuen Stellung als schwaches Geschlecht nicht zugleich auch dessen überkommene Privilegien übernehmen konnten. Ihre Schwachheit duften Frauen, solange sie per definitionem als schwach galten, als solche ungehemmt zelebrieren, und dürfen es heute noch. Der Mann aber, als Tonangeber auratisch und mentalitär längst durch die Frau abgelöst, muss nach wie vor die Fassade des starken, unbeugsamen und vor allem unsentimentalen Beschützers und Haltgebers aufrechterhalten. In Zeiten höchst eingeschränkter Möglichkeiten des Sich-Auslebens fällt ihm dies allerdings zunehmend schwer. Wie soll sich jemand stark fühlen, der seine Stärke gar nicht mehr ausleben darf?
Es ist in der Mediengesellschaft ein offenes Geheimnis, dass Frauen, jungen Frauen insbesondere, das Karrieremachen wesentlich leichter fällt als Männern. Eine Frau braucht nur eine positive Ausstrahlung zu haben (und vielleicht leidlich gut auszusehen), schon hat sie das Praktikum, den Auftrag oder die feste Stelle. Bei uns Männern steht die Sache ein wenig anders: von uns fordert man Leistung, klar, aber vor allem den Glauben an die eigene Sache, ohne welchen einem auch die beste Leistung nicht abgenommen wird. Ein Glaube, der indessen nicht einfach zu finden ist, wenn es einem, wie den meisten jungen Männern von heute, doch primär einfach darum geht, ein gesichertes Auskommen zu finden, um sich einigermaßen bürgerlich – soweit dieses Wort noch zeitgemäß ist – im Leben einzurichten. Der Mann von heute ist in einer Weise auf die bloße Absicherung der eigenen Existenz geworfen, dass sich ein gesunder, sanguinischer Idealismus bei ihm kaum ausbilden kann – jedenfalls nicht, bevor gewisse Stufen auf der Karriereleiter erklommen sind. Das dauert in der Regel mindestens bis zum dreißigsten Geburtstag, meistens aber noch weit darüber hinaus.
Diese – objektive, nicht subjektive – Unfähigkeit zum Idealismus lässt den Mann von heute mit traumwandlerischer Sicherheit in die Schwermutsfalle tappen. Wie sollte einer nicht der Melancholie verfallen, dem jahrelang eine zwanghafte Zurückhaltung in der Selbstentfaltung, eine zwanghafte Beschränkung der eigenen Wert-Vorstellungen – Wert meint hier die „inneren“ Werte, also Ideale, ebenso wie die äußeren, also Lebensstil und Lebensgenuss – auferlegt worden ist?
Die Koppelung von äußerem Erfolg und privater Zufriedenheit sollte eigentlich ein Relikt voremanzipatorischer Zeiten sein. Tatsächlich aber gilt sie unverändert fort. Jede Frau von heute will zwar „ihren eigenen Mann stehen“, möglichst genauso erfolgreich, wenn nicht erfolgreicher sein als der Partner; aber das Mantra der „Suche nach dem Alphatier“, das Pragma des „natürlichen Instinkts“, den es nach dem Beschützer und Nestbauer verlangt, ist allgegenwärtig wie nur je. Auch heute suchen Frauen ihren Partner nicht danach aus, ob er gut aussieht, ein guter Liebhaber ist und möglicherweise sogar kultiviert und gebildet; sondern ob er in seinem Sozialcharakter in sich steht, und das heißt schlicht: ob er in der Karriere erfolgreich ist. Das jahrhundertealte Privileg der Frau, nur schön und gefällig sein zu müssen, um aus oftmals einfachsten Verhältnissen in schwindelnde gesellschaftliche Höhen aufzusteigen – erinnert sei an Madame Pompadour, eine geborene Poisson, die es dank ihrer Reize und ihres Charmes nicht nur zur Titularmarkgräfin, sondern zur faktischen Regierungschefin des mächtigsten Landes Europas im Achtzehnten Jahrhundert brachte –: dieses Privileg wird dem Manne in Zeiten seiner Ohnmacht radikal versagt. Der Mann soll schweigen in der Gemeinschaft; aber ein erfülltes Berufsleben (und einen entsprechend prallen oder doch gut gefüllten Geldbeutel) soll er bitte nach wie vor haben. Das aber ist ihm, wo Einkommensplätze immer mehr wegfallen und ein Praktikum, ein befristeter Vertrag schon als „Erfolg“ gewertet werden, zunehmend unmöglich.
Das von der weiblichen Mehrheitsgesellschaft dem Manne oktroyierte Dogma, zu seiner objektiv bedingten Erfolglosigkeit nicht stehen, also genau das nicht tun zu dürfen, was freilich die offizielle Frauenpublizistik gebetsmühlenhaft von morgens bis abends fordert: nämlich Gefühle zu zeigen, macht indessen nur die eine Hälfte des Männerelends von heute aus. Die andere liegt in einem kulturgeschichtlichen Phänomen, dessen Tragweite offenbar überhaupt nicht gesehen wird: im Wegfall des Agonalen, also des Kämpferischen, im Leben des Mannes in der Metamoderne. Sigmund Freund bestimmte, in Anknüpfung an uralte abendländische Traditionen, das Erotische und das Agonale, den Liebes- und den Kampf- bzw. Todestrieb, als die beiden Grundtendenzen der menschlichen Seele. Welchem der beiden Geschlechter welcher Trieb jeweils zuzuordnen sei, versteht sich unschwer.
Nun ist es allerdings so, dass es zwar in keiner Epoche seit dem Aufkommen des Christentums in Europa leichter gewesen ist, das Erotische auszuleben (was getrost als Punktsieg für die Frauen verbucht werden kann); dass aber das Agonale, also gleichsam die Gewinnchance des Mannes, aus dem öffentlichen Leben völlig verschwunden ist. Der Mann muss eben nicht mehr „hinaus ins feindliche Leben“ (denn dieses Leben, ob man im Büro sitzt oder am Arbeitsamt ansteht, ist zwar stressig und nervenaufreibend, aber nicht eigentlich „feindlich“, sondern bestenfalls abwechslungsreich), auch wenn genau diese romantische Erwartung nach wie vor und ziemlich penetrant von der Frauenwelt an ihn gestellt wird; sondern er ist verurteilt, die körperlichen Energien, welche die Natur ihm mitgegeben hat (dazu gehört auch ein gewisses, natürliches Maß an Destruktivität), in sich zu vergraben, sie ständig zu zügeln und vor sich selbst und den anderen konsequent zu verleugnen. Das hat zur Folge, dass sich irgendwann seine Persönlichkeit spaltet und er innerlich verkümmert. Der Mann ist heute, im Zeitalter der unbegrenzten Möglichkeiten, zur Doppelmoral und zum Doppelleben mehr gezwungen als je in Äonen zuvor: dessen drastischer Ausdruck freilich, ob im Konsum von Pornographie, von Gewaltspielen oder schlicht und klassisch von Alkohol und Drogen, schreckt die Frau.
Diese Beobachtungen werden niemanden verwundern, der sich etwa an eine Bemerkung erinnert, die der Journalist Alexander von Schönburg vor vielen Jahren in einem Beitrag zur Tristesse royale machte, wonach sich die jungen Menschen von heute nach einer neuen Schlacht an der Somme sehnen würden wie einst jene englischen Jungs, die 1914 in Scharen von ihren public schools freiwillig in den Ersten Weltkrieg zogen, um dort Erlösung von der implosiven Langeweile ihrer bürgerlichen Existenz zu finden.
Man darf derlei Äußerungen natürlich nicht wörtlich nehmen; man muss sie symbolisch und cum grano salis begreifen. Der Mann, jeder Mann liebt den Kampf. Wer als Frau jemals einen Mann am Steuer seines neuen Autos die Stadtautobahn hat entlangrasen sehen, weiß vielleicht, was ich meine. Der Mann lebt sich aus im Rausch des Augenblicks, die Frau in der Wonne der Dauer. Der Mann erinnert sich an die schönen Momente, die Frau an die schönen Zeiten des Lebens. Der Höhepunkt der Frau kann Minuten dauern, der des Mannes selten mehr als einige Sekunden. Die Frau lebt auf in der Ent-spannung, der Mann in der höchsten An-spannung. Männer stehen stramm und vergessen in der Gespanntheit ihrer Muskeln für Augenblicke die Leere ihres Daseins in der weiten, fremden Welt. Ein Mann, der auf der A 2 250 km/h fährt, tut das nicht, weil er die Umwelt verpesten, sich als „Proll“ outen oder vorzeitig Eingang ins Sterberegister finden möchte, und schon gar nicht, weil er unbedingt schneller am Zielort sein will (Ziele sind etwas zutiefst Weibliches); sondern weil er jene tiefe, allerhöchste Anspannung voll genießen und tief einsaugen will, die sich nur einstellt, wenn man mit einer Geschwindigkeit im Leben unterwegs ist, bei der die kleinste Unaufmerksamkeit dieses Leben selbst kostet. Es geht ihm ums Ganze, um Alles oder Nichts.
Nicht mehr kämpfen zu können, ist das eigentliche und wesentliche Trauma, der stärkste und bitterste Astralschmerz, den der europäische Mann vom Untergang des heroischen Zeitalters mitgenommen hat. Nicht die Aussicht, in der metamodernen Arbeitsteilung zunehmend mit kriegswichtigen Aufgaben wie Kinderwickeln und –anziehen betraut zu werden, betrübt den Mann, denn Männer sind wunderbare, weil zu echten Gefühlen fähige Väter und können unglaublich zartfühlend sein; sondern der Schmerz über den Verzicht auf das, was durch Jahrtausende sein Leben ausmachte und ihm einen Sinn gab: den Kampf. Denn den Kampf findet der normale Mann von heute außerhalb des Sports und der Unterwelt so oder so nicht mehr wieder; nicht in der Sicherheit des Bürojobs und nicht in der Unsicherheit der prekären Beschäftigung.
Der Adel sehnte sich einst nach dem Krieg, der ihn aus der langweiligen Öde seiner Gutsherren- und Höflingsexistenz herausrufen würde in die existenzielle Bewährung; das Volk aber sehnte sich nach der Revolution und danach, dass der Berg sich auftun und das Erz, was man mühsam und unter Einsatz des Lebens schürfen musste, sich von selbst dem bedürftigen Menschen darbieten würde; beide fanden in der Konfrontation mit dem Äußersten, dem Tod und der Not, ihre Erfüllung und ihre Befriedigung. Büchners Hessischer Landbote, eine Urschrift des Kommunismus, die in ekstatischer Sprache die kommende Umwälzung der Weltordnung beschwört, und Jüngers Kampf als inneres Erlebnis, ein protonazistisches Manifest, das in der schwärmerischen Verklärung des „Fronterlebnisses“ schwelgt, gehören geschlechterpsychologisch gesehen ins selbe Genre, in die selbe normative Kategorie; die Prosa Martin Walsers und Uwe Tellkamps aber ist Melancholikerprosa, ist schwermütige Deskription eines Weltzustandes, der für die Hauptpersonen, soweit es Männer sind, eigentlich nicht mehr Welt ist, sondern weltlos.
Früher weinten Frauen, weil sie ihre Männer und Söhne in Kriegen oder in Aufständen verloren, die, soweit man sie rational beurteilt, natürlich sinnlos, gewalttätig und falsch waren; die aber gleichwohl äußerlich das Innerste des Mannes: die wilde und rauschhafte Natur seines Willens, getreu abbildeten. Heute weinen sich Frauen bei ihren besten Freundinnen darüber aus, dass ihr Liebster, mit dem eben alles noch „so schön“ gewesen, sich beim genauen Hinsehn wahlweise als Melancholiker, Kokainkonsument oder Trinker entpuppt hat; nach außen ein Frauenschwarm, nach innen aber kreuzunglücklich und des Lebens ziemlich müde. Die Frauen haben zwar das Regiment in der Gesellschaft übernommen; aber über uns Männer weinen tun sie immer noch. Man kann es ihnen eben nie recht machen.
Bevormudender Öko-Irrsinn? Wieso Angst haben, wenn man doch protestieren kann?
Den Bürgern wird zuviel Angst gemacht: Die GRÜNEN setzen z.B. das Gerücht von Tempo 30 in Berlin in die Welt. Ja und? Wenn einem das nicht passt, protestiert man einfach kollektiv so lange (außerparlamentarisches Engagement) bis der Blödsinn zurückgenommen wird.
Wer zum Religionskampf aufruft, bedroht die allgemeine Ordnung
Religiöse Schriften programmieren doch nicht 1:1 das Verhalten der Leute. Das ist eine Selbstwahrnehmung des Westens aufgrund der eigenen ideologischen Vergangenheit. Das Bewusstsein und andere Grundsätze der Menschlichkeit sind viel bedeutender als dass man einen klar isolierbares Übel ausmachen könnte. Fakt ist: Es wird gegen den Islam gehetzt. Dem hat die Politik und der Staat, dessen Gesetze alle Bürger gleich schützen, entgegenzutreten.
Ideologische Fragen, die alle betreffen, entscheidet der Staat und die Politik, nicht der Privatbürger per Selbstjustiz. Da endet dann auch Glaubensfreiheit, Meinungsfreiheit und Pressefreiheit. Sie können eine Entscheidung nicht erzwingen.
Ideologie, die sich auf Wissenschaftlichkeit, Sachlichkeit(z.B. Rassenlehre, die unweigerlich Rassenkampf und Rangordnung von Rassen bedeutet) und allgemeine Geltung beruft, ist keine Privatsache mehr, sondern erfordert konkreten Repressiondruck. Ideologie, die auf Handeln zieht, wird nach den Konsequenzen des handelns beurteilt. Sie kann sich nicht auf die Freiheit innerer Überzeugungen und die Grundsätze des Liberalismus berufen. Ideologie, die zum Kampf gegen die FDGO aufruft, kann ihre Grundrechte nach Artikel 18 GG verwirken.
Wer den Staat zu einer Unterdrücksmaschinere nur wegen der Religionszugehörigkeit umformen will, zerstört die bestehende Ordung. Der Verweis auf das Handeln von Religionsangehörigen in anderen Territorialstaaten im Ausland gegen andere mutmaßliche Religion ist nicht relevant.
Wer zum Religionskampf aufruft (das tun auch islamistische Fundamentalisten) bedroht die allgemeine Ordnung.
Die Frage ist eher, was macht die Menschen so verführbar für religiöse Eiferer. Leider sind viele Kritiker des Islams ebenfalls fanatische Eiferer und nicht gesittete Christenmenschen. Diese Verführbarkeit betrifft nicht nur Muslime.
Die Religion ist eigentlich ziemlich egal, wenn die Menschen halbwegs normal sind und das Bewusstsein für die Dinge in Ordnung ist.

