"Das Politische anders denken"

Frühling der Bürgerlichkeit?

Archiv für die Kategorie ‘Gedichte & Poetik

Einwurf: Die Unlust, nur Abschnittspartner zu sein

mit einem Kommentar

Kenneth Gund (http://ktgund.posterous.com/) bringt sich wie folgt in die aktuelle Debatte, die Nina Pauer (aktuelles Buch “Wir haben keine Angst”) in der ZEIT anstieß und auf die Julia Seeliger im FAZ.NET Blog reagierte, Christoph Scheuermann einen Essay im SPIEGEL (“Lieber nicht”) veröffentlichte und heute im FAZ Feuilleton von Jenny Friedrich-Freksa “Küssen kann man nicht alleine” ein weiterer Beitrag fortgeführt wurde. CChristoph Scheuermann schrieb im SPIEGEL (Druckausgabe) dabei eher über die Dreizigjährigen. Julia Seeliger meinte keck: “Richtig küssen, Frau Pauer“. Ich verweise auf meine in diesem Blog publizierte Zeilen “phänomenologische Medidation” über die Liebe. 2007 stieß bereits Ariadne von Schirach eine Debatte über Verbreitung von Pornographie und Unlust und fehlende Bereitschaft und Anwesenheit von Männer in Berliner Clubs, die zum Buch “Tanz um die Lust” führte. Gegenüber Friedrich-Freksa ist zu betonen, dass Eva Illouz das Problem der Autonomie bereits in ihrem vorletzten Buch (“Die Errettung der modernen Seele”) ausgebreitet hatte. Ich empfehle auch “Okkupiert die Ehe!” von Teresa Bücker.

In diesen Dingen bin ich ein erzkonservativer Knochen, stehe mir damit vielleicht manchmal selbst im Weg. Aber ich habe Prinzipien und die Gewissheit, dass ich als Mann nicht unter Druck stehe.
Warum soll ich mich mit einer Frau einlassen, die selbst nicht weiß, was sie will, der Spaß wichtiger ist als Treue, die vordergründig einen Gentleman sucht, eigentlich aber lieber jemanden will, den sie formen kann, die große Emanzipation vorgibt, aber doch lieber jemanden hätte, der erfolgreicher, reicher und von höherem sozialen Status ist?

Zugegeben, ich bin mit 1,71m nicht gerade imposant, habe als Student mehr geistigen als materiellen Reichtum zu bieten und mit exzessiven Parties konnte ich noch nie etwas anfangen.

Ja, ich bin einer dieser vergeistigten, zurückhaltenden Männer. Wenn “Frau” emanzipiert sein will, dann darf sie auch gerne die Initiative ergreifen und sagen was sie will. Das weiß “Frau” aber selbst meist nicht und macht das den Männern dann zum Vorwurf, wenn diese keine Lust auf Abenteuer haben. Männer sind keine kalten Maschinen, auch wir haben Gefühle – auch wenn wir damit nicht permanent hausieren gehen oder diese der Öffentlichkeit mitteilen.

Ich habe keine Lust, der Abschnittspartner zu sein, der für “Frau” gerade als nette Unterhaltung genehm ist, aber darüber hinaus bitte nicht zur Last fallen und schon gar nicht beleidigt sein sollte, wenn er plötzlich nicht mehr in die Lebensplanung passt oder durch ein besseres Modell ersetzt wird.
Genauso wenig will ich das abgelegte Spielzeug von irgendwelchen “Alpha”-Männchen haben, wenn “Frau” irgendwann auf den Trichter kommt, dass Arschlöcher doch nicht der Bringer sind. Auch Frauen mit dem Erfahrungshorizont einer Professionellen brauche ich nicht, besagte Berufsgruppe ließe sich auch für Geld ganz unverbindlich haben und Kinder von fremden Männer will ich auch nicht großziehen.

Ich bleibe bewusst allein. Ich bin mein eigener Herr, ich kann essen was ich will, ich kann leben wie ich will, ich kann mein Geld für Dinge ausgeben die ich will. Ich bin ein Individuum, keine formbare Masse, die man nach irgendwelchen Launen oder gesellschaftlichen Trends kneten und formen kann.

Das Leben ist kein Ponyhof. Andere Menschen sind kein Spielzeug und keine Verfügungsmasse. Man darf sich nicht über “soziale Kälte” beklagen, wenn bereits in dieses persönliche Umfeld von Egoismus und Ideologie überzeichnet ist. Traditionelle Werte wie Respekt und Treue sind kein Fall für die Mottenkiste. Nur wenn beide Partner bereit sind Kompromisse einzugehen, kann Partnerschaft funktionieren. Dazu gehört aber auch ein attraktives Angebot – meine Zeit verschwenden kann ich auch alleine.

Phänomenologische Meditation über die Liebe [Herbst/Winter 2009]

mit einem Kommentar

Phänomenologische Meditation über die Liebe und ihre Phänomene
Vom Unwesen der Liebe und ihrer Unartigkeit in ihren Wesenzügen

Phänomenologische Meditation über die Liebe


„Über Sex kann man nur auf Englisch singen“

(Tocotronic)

„You can’t tango alone“
(Heinz von Förster)

„You can’t tango alone. You need two to tango“
(Lou Rawls)

„Two can play that game“
(Bobby Brown)

In der Liebe genießt man, ohne die Liebe zu brauchen.
Im Lieben liebt man ohne zu lieben.
Im Lieben liebt man mit dem Anderen ohne ihn ansich zu lieben.

In der Liebe ist Liebe.
Im Lieben liebt man sich.
Im Lieben lieben sich die Liebenden.
In der Liebe ist man miteinander.
Die Liebe ist zu zweit.
Liebe ist das Lieben.

Ein jeder liebt irgendjemanden.
Niemand liebt irgendwen.
Jeder liebt irgendwas.
Wer liebt, liebt jemanden.
Von etwas kann niemand geliebt werden.

Sie lieben sich, falls sie lieben.
Sie lieben sich, wenn sie sich lieben.
Wir lieben, daß wir uns lieben.

Er liebt sie, sie liebt ihn.
Sie liebt ihn, er liebt sie.
Wer liebt hier wen?

In der Liebe ist weder Platz für ein Subjekt noch Objekt.
In der Liebe ist kein Platz für die dialektische Aufhebung von Subjekt und Objekt.
Aber in der Liebe wird nicht mehr nach Subjekt und Objekt gefragt.
Die Liebe unterwirft die Unterwerfung. Sie besiegt das Besiegen.
Liebe macht Bedürfnislosigkeit.
Liebe entmachtet Macht, macht die Macht bedürfnislos.

Eine Differenz in einer Liebe kann keine Differenz in der Liebe sein.

Wie und was ist die Liebe?

Vielleicht ist gar nicht so, dass man erst liebt und dann mit jemandem schläft.
Man begehrt, aber liebt man wen?
Man begehrt das Lieben!
Man begehrt die Liebe!
Liebt man überhaupt jemanden oder liebt man nicht die Liebe mit Jemandem?
Ist es nicht das?
Aber das ist das Lieben mit Jemanden.
Wer weiß, was Liebe ist?!
Was ist Liebe? Ist Liebe nur das Lieben?
Ist Liebe das sich selbst lieben in der Liebe von wem als irgendwem?
Ist Liebe der Weg vom Finden und dem Suchen des Lieben als die große Liebe?
Ist Liebe der Weg vom Finden und dem Suchen des großens Lieben als einer Liebe?

Das Fatale ist nicht das Lieben, sondern das Lieben ohne zu wissen, was die Liebe ist.
Wer liebt, sucht die Liebe ansich, nicht einen Liebenden.
Wer liebt ohne die Liebe, liebt nur für sich das Lieben an sich,
liebt gar das sich mit einem etwas zu lieben.
Heißt das dann, wer mit dem Wissen der Liebe liebt, liebt immer mit der Liebe?
Man liebt mit der Liebe, aber ohne den Geliebten.
Die Lust allein liebt ohne die Liebe.
Allein die Lust führt auf den Weg zur Liebe.
Gibt es nur “die Liebe” oder nur “eine” Liebe?
Gibt es Liebe?
Es gibt keine Liebe ohne das Lieben!

Liebe als ein Miteinander ohne ein Gegeneinander

Lieben ist ein Miteinander.
Liebe ist die Lust am Gegeneinander im Miteinander.
Die Lust am Miteinander die liebende Überwindung von jeder Lust am puren Gegeneinander.
Die Last des Gegeneinanders erlischt in der Lust am Miteinander.

Lust im Miteinander am Miteinander

„Alle Lust will Ewigkeit“ (Nietzsche)
Das gilt nur beim Sex!
Das gilt nicht für den Sex.
Liebe will Liebe ohne Last an der Lust.
Liebe ist die Lust ohne jeder Last der Lust.

Ohne sorgenvolle Sorgen

Liebe meint ein „ohne Sorge sein“.
In der Liebe ist die Lust ohne Sorge.
Ohne Liebe ist die Lust eine Sorge.
Die Sorge in der Liebe nimmt die Lust am Lieben.

Lieben heißt Lust an der Sorge um das Geliebte zu haben.

Man liebt, geliebt zu werden, begehrt zu werden, gebraucht zu werden; dass andere notwendig auf einen angewiesen sind; einen “nötig haben”, in Not sind ohne einen, “Not haben”.

Mit der Liebe hat man seine liebe Not.

Wer Liebe braucht, kann nicht lieben.
Man braucht Liebe, um lieben zu können.
Wir brauchen Liebe, weil wir lieben.

Man liebt die Einheit mit Jemandem, d.h. die Partnerschaft ansich, und nicht den Grad der Enge.
Wenn man nur die Einheit liebt, liebt man eigentlich die Einheitlichkeit.
Dann liebt man jedoch eigentlich sich selbst.
Ohne Differenz wäre das Lieben in der Liebe selbst aufgehoben.

Liebe ist Einheit ohne Einheitlichkeit.
Das ist ein Wissen von der Liebe.
Es gibt keine Eigentlichkeit von Einheit.
Es gibt am Ende nur Liebe oder keine Liebe.
„Es ist was es ist, sagt die Liebe“

Lieben bedeutet, es selber nicht zu lieben, geliebt zu werden, sondern bedeutet geliebt zu werden.
Liebe bedeutet, nach ihr zu streben, ohne sie mit dem Willen zu wollen.
Zu lieben bedeutet, sich lieben zu lassen, ohne dieses zu lieben, sondern nur zu lieben.
Lieben heißt, Liebe zuzulassen.
Man liebt den Anderen und nicht etwas vom Anderen, sondern etwas an ihm, in ihm um ihn.
Lieben ist, zu lieben, ohne es zu lieben, begehrt zu werden.
In der Liebe wird man angezogen, ohne in der Begierde zu sein.
In der Liebe zu sein ist kein Gefühl, sondern eine Atmossphäre, aus dieser zu leben und zu lieben.

Das Geben in der Liebe darf gar keines, gar kein Geben sein. Man gibt, ohne eine Gabe zu geben. Man gibt von sich aus, von sich, von seinem Wesen, man gibt sein Wesen ohne etwas zu geben.
Man gibt als Liebender.
Im Lieben hört man auf zu fragen, was Liebe ist.
Im Lieben hört man auf zu fragen, wie die Liebe, die einem geschieht.
Im Lieben hört man auf zu fragen, wer oder wen man liebte.
Im Lieben hört man auf zu fragen, warum man liebt, wen man liebt.
In der Liebe hören die Frage in einem auf.
Die Liebe stellt keine Fragen.
Die Liebe antwortet auf Fragen, die gar nicht gestellt wurden.
Die Liebe beantwortet alle Fragen.

In der Liebe lebt man in einem geheimnisvollem Rätsel, ohne vom Rätsel der Liebe zu wissen.
Es ist ein Rätsel, wie man tatsächlich ohne das Rätsel der Liebe und des Liebens sein kann.
Liebe ist die Nähe, die man findet, ohne vorher nach ihr gesucht zu haben.
Liebe ist eine Habe ohne Besitz

Liebe ist unvergleichlich und ohne Vergleichen

Liebe ist, das Geliebte nicht zu vergleichen.
Liebe ist, sich nicht mit dem Geliebten zu vergleichen.
Liebe ist, diese Liebe nicht mit anderer Leute Liebe zu vergleichen.
Liebe ist nicht einzigartig, sondern jede Liebe ist die Einzige ihrer Art.

Liebe ist unbedingt ohne das Bedingungen und ohne jedes Bedenken

Die Liebe stellt keine Bedingungen, außer die Liebe selbst.
Man kann nur lieben, wenn man liebt ohne wenn und aber.
Das Bedenkliche an der Liebe ist, dass man im Lieben ohne jedes Bedenken ist.
Wer das Denken liebt, liebt die Gedanken.
In der Liebe lieben die Liebenden den Gedanken von der Liebe.
Liebende sind ohne Angst, wenn sie über alles Nachdenken.
Liebe läßt alles Alte vergessen in der Erinnerung

In der Liebe vergisst man – ohne es zu merken – Bedingungen im Ernst zu stellen.
In der Liebe sind alle Bedingungen beim Verhandeln im Dialog im Spielen aufgehoben.
In der Liebe ist es stimmt, im Konsens überzustimmen, ohne in Übereinstimmung zu sein.
Liebe ist freie Übereinkunft.
Die Melodie der Liebe läßt alle falschen Töne vergessen.
In der Liebe rechnet man im Wissen um die Liebe nicht falsche Worte auf.

Liebe nimmt Hemmungen und Zwänge mit der Kraft der Liebe
Ihr Streben und Begehren ist ohne Vorbedingungen

In der Liebe ist man immer trunken vor Liebe im Lieben
In der Liebe stört kein Begehren eines Anliegens den Anderen.
In der Liebe stört das Begehren von einander keinen von beiden.
Das Begehren liebt mit der Liebe.
Ein ungewöhnliches Begehren im Begehren in der Liebe manchmal ungewohnt bedenklich.
Liebe heißt dann beim Begehren in der Liebe Neues zu lernen.

Man legt sich übereinander ohne zu wissen und zu fragen, wer oben und wer unten ist.
Was ein Oben und was Unten ist, wird vergessen in der Liebe.

Die Liebe braucht das vollzogene Lieben.

Der Vollzug der Liebe stiftet Einklang und Harmonie.
Das Vollziehen der Liebe ist wie ein einziger Akt des Liebens.

Verstehen
Verstehen handelt immer von einer Sache, einem Sachverhalt.
In der Liebe handelt Verstehen leider immer vom Menschen als dem Geliebten.
Wir können den Geliebten nur verstehen, wenn wir verstehen, was die Liebe ist.

Unverstehen
Das nicht-verstehen-können widerfährt allen Liebenden.
Dieses Staunen ist wie das Staunen über die Liebe selbst.
Was ist Verstehen?
Was ist Unverstehen?

Macht
In der Liebe zählt nicht die Überlegenheit der Macht, sondern die Macht einer Überlegenheit.
Überlegenheit wird zur gemeinsamen Überlegtheit.
Liebe ist unschlagbar.
Nicht mit Rat wen schlagen, sondern beratschlagen, d.h. beieinander beraten.

In der Liebe zählt das Überlegen über die Überlegenheit.
Die Liebe ist der Macht und der Macht der Überlegenheit überlegen.
Liebe nimmt jeder Machenschaft allen Sinn.
Macht ist ohne Sinn in der Liebe, ist der Unsinn.
Eine Liebe hat ihren eigenen Sinn.
Jede Liebe hat ihre eigene Autorität.

Liebe ist Menschsein, zu lieben ist, Mensch zu sein.
In der Liebe vergisst man das Leben, aber nicht zu leben.
Das Leben als bloßes Leben verliert jede Bedeutung durch die Liebe.
Die Liebe macht das Leben zum Nichts.
Ohne Liebe hat ein Leben keinen Wert mehr.
Die Liebe gibt dem Leben seinen Glanz und seine Hoffung.
Die Liebe ist unsere Hoffnung als Mensch.

Liebe zeugt das Leben.
Liebe erzeugt das Menschsein.
Liebe macht aus Leben das Menschensein.
Liebe gibt dem Menschsein seine Lebendigkeit.
Ohne Liebe ist nur das Leben von Menschen.
Jeder Art der Menschlichkeit kommt aus der Liebe.

Die Liebe ist keine Psychologie.
Der Eros der Psyche ist vor aller Logik.
Der Logos der Liebenden schlägt jede Logik.

Liebe ist Lernen ohne gelernt zu haben

Das Wunder der Liebe ist das Lernen der Liebe.
Die Liebe lernt man im Lernen der Liebe.
Das Lernen der Liebe ist nicht die Liebe.
Ein Lernen in Liebe ist Liebe.
Liebe ist das Lernen der Liebe nicht zu verlernen.
Liebe ist Vorlieben zu verlernen.

Lieben hat kein ist.
Lieben hat kein man.
Lieben ist nicht die Liebe.
Lieben ist das Lieben.
Liebe ist ein „Muss“, aber keine müssen.
Liebe ist kein „must have“.
Liebe ist ein Können, das niemand allein beherrscht.
Wer die Liebe berherrscht, herrscht nur über sich selbst.

Liebe ist keine Akzeptanz.
Liebe ist kein Verstehen.
Liebe ist Verstehen ohne zu verstehen.

Liebe ist Verstehen ohne Verständnis.
Liebe ist unbegreiflich.
Der Liebe glücken ist unbegreiflich.
Liebe verleitet zum Lieben.
Liebe führt die Liebe, die Liebenden und das Lieben.

Liebe hat kein Zentrum.
Liebe ist nur ohne Struktur.
Eine Struktur des Liebens ist mit uns.

Liebe kennt keine Regel außer die der regellosen Liebe.
Liebe ist nie regungslos.
Liebe ist nicht regulierbar.
Liebe ist nicht reflektiert.
Wer liebt, reflektiert nicht auf den Geliebten, sondern fragt.
Liebe ist kein Monolog, sondern ein Dialog.
Lieben ist das Eintreten in das Wir und das Eintreten für das Wir im Wir des Liebens.
Liebe ist das Reflektieren zu zweit als eines im wir.

Von der Liebe darf man Bilder manchen, aber man darf sich von sich selbst kein Bild machen.
Im Sehen allein ist der Mensch nicht.
Kein Bild der Liebe hat den Glanz und die Fülles des Liebens.
Liebe ist kein Leben nach einem Bild der Liebe.
Liebe ist selbst zu lieben ohne Bild im Kopf und ohne Bild vom Anderen.
Das Geliebte ist ohne jedes Vorbild.

Wie Kinder oder wie kindhafte Erwachsene

In der Liebe sind wir wie Kinder:

- sorglos
- verspielt
- unerfahren
- lernen
- verlernen
- voller Unreife
- unvermögend
- unverfertig
- süß
- immer am Beginn und im Anfangen

Sind wir in der Liebe wie Erwachsene, so sind wir wie Erwachsene zu Kindern, so:

- kontrollierend
- beherrschend
- steuerend
- befehlend
- besserwisserisch
- rechthabend
- vereinnahmend
- uns voll bewusst unserer Machtmöglichkeiten

Im Lieben sind wir, als ob wieder Kinder wären:

unschuldig und sorglos im Sündigen
machen uns dreckig
voller Lernbegier
süchtig nach Süßem
voller unbeschwerter Freudigkeit
ein Geschenk für jemanden

Vorbemerkung zum Sprachgebrauch des „man“

Ein „man“ liebt. Das „man“ kann hier nicht für manche Augen und Ohren politisch korrekt dem Sinn nach durch „Mensch“ ersetzt werden. Denn dies bezieht sich auf ein Sprachspiel und einen Diskurs in der Tradition des Marxismus, der den Menschen als Gattungswesen, d.h. „als Mensch“ ansich, bezeichnet. In der Tradition von Hegel wird vom Ganzen und von der Totalität ausgegangen, vom absoluten System und dem absoluten Wissen, von absoluter Gewissheit göttlicher Liebe im Wissen. Eine solche Sprache kann nicht geteilt werden, da sie voraussetzt, unteilbar zu sein. Wenn es keine Teile mehr gibt, gibt es keine Liebe und kein Leben mehr. Auch gibt es keinen „Mensch ansich“. Ein antizipierter Endzustand der Entwicklung meint hier Gleichzeitig das Ende jeder Geschichte. Die Geschichte der Liebe ist ohne Ende, sie ist endlos. Geschichte kommt nicht in sich, sondern nur je in Geschichten zu einem Ende. Das Lieben endet nicht mit der Liebe. Liebe ist nie das Absolute. Die Sprache der Liebe ist nicht das Schweigen der unterwerfenden Autorität eines Gottes als Geliebtem. Das Göttliche spricht durch die Liebe. Liebe ist Egalität ohne Identität zu sein. Die Liebe ist Neutralität. Wie niemand Gott für sich allein reklamieren, kann niemand allein die Liebe für sich beanspruchen. Liebe übersteigt jedes „das Mensch“, denn Neutrales kann sich nicht vereinigen. Die Überwindung des Neutralen wäre die Verabschiedung der Liebe. Ohne das trennende Neutrale keine Liebe.

Was macht Judith Butler zwischen Gender und dem Sexus bei Adorno?

mit einem Kommentar

Negiert Gender mit neutralem Sein nicht den Sexus? Adorno schrieb 1963: “Der Sexus wird als sex, gleichsam eine Variante des Sports, entgiftet; was daran anders ist, bleibt ein allergischer Punkt.” Wie löst Judith Butler bloß dieses Problem?

Aus dem Archiv eine alte Gedankenskizze (März 2006)- Das Zeitalter der Post_Pop_Politik beginnt: Ein Märchen von Tausend und einer Macht.

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Ein Text von mir aus dem Semesterferien bzw. “vorlesungsfreien Zeit”. Damals, als es Twitter, Facebook und Social Media oder Web 2.0 noch gar nicht gab. Aber Google, Myspace, Ebay und Wikipedia waren da. Aber Informationsgesellschaft gibt es seit den 80ern und Multimedia seit den 90ern. Kennt jemand eigentlich noch uTok oder Geocities? Und wo ist meine alte sechsstellige ICQ Nummer hin?
Entstanden ist er damals im Kontext der Mailingliste des “Arbeitskreis Demokratie” (AKD) der Stipendiaten der Friedrich Naumann Stiftung. Übrigens war ich als geborener Hannoveraner oft auf der CeBit.

Der Liberalismus ist tot!
Es lebe der der Liberalismus: Die Re-Evolution der Bürgergesellschaft

Nicht geringe Teile der en vouge zum Zeitgeist gerne als träge und fett dargestellten neuen Unterschichten sind längst weiter als manchem derjenigen Zeitdiagnostiker, die ihnen diese Attribute zuschreiben. Diese lassen sich gern von Assistenten und Praktikanten bequem zuarbeiten, sofern sie nicht einfach nur etwas von jemand anderes Erarbeitetes geschickt vermarkten.

Diese Teile der „Unterschichten“ sind voll mobil und flexibel. Sie arbeiten und organisieren mit Ebay, nutzen Chats und Handy im Alltag geschäftlich und privat. Sie sind Ich-AGs und Scheinselbstständige oder – etwas arrivierter – fast eine eigene Art freigesetzter Konsulats.

Und alle wollen die Gegenwart als niemals Endende Zukunft a la „Und täglich grüßt das Murmeltier“ leben?

Wertvoll ist was knapp ist. Wertvoll ist Sicherheit und das ist oftmals das „kleine“ harmonische Glück mit Familie und Kindern. Dreams of sweet Suburbia in everywheret. Wertvoll ist Beständigkeit und Planbarkeit. Es besteht Sehnsucht nach Kontrolle des eigenen Lebens, nachdem Konzepte der relativen Autonomiesteigerung durch innere Selbstkontrolle zur Effizienzsteigerung keinen genügenden Output gebracht hat. Von der Selbstkontrolle führt jeder Weg zur Selbstbestimmung und von dort zur gemeinsamen Mitbestimmung in der Republik.

Noch sind weite Teile der Mittelschichten ruhig und orientierungslos, aber die neue Praxis hat auch bei ihnen schon längst begonnen: Und zwar nicht nur bei den 25-45jährigen, die Kern des neuen Projekts sind.

Wer mit dem Lebenskonzept, eine Weile zu powern, um dann einen Gang zurückzuschalten, früher oder später scheitert, um sich dem eigentlichen Leben zu widmen, wird bald sehen, spüren und erfahren, dass er dies mit Kooperation und Politik auch sofort haben kann und zwar ganz ohne Leasing und Ratenkredit.

Die Partizipationsbereitschaft ist größer denn je. Alle spüren die tektonischen Veränderungen der letzten 10 Jahre. Nur weiß noch keiner, wie es geändert werden soll, aber alle spüren den Drang nach Veränderung. Die junge Generation ist durch zahlreiche Praktika so organisationsfähig wie noch keine Generation auf Erden vor ihr.

Kein Mensch braucht wirklich mehr Massenmedien. Von jedem Chat, jedem Online Computerspiel, jeder Flirtbörse, jeder Tauschbörse, von jedem Trash des Internets bis zur Partizipation ist es nur ein Klick. Anno 68 musste noch lange diskutiert werden, nachdem zuvor schwer verständliche Texte und Pamphlete beackert werden musste. Heute gibt’s PDFs und Wikis für Alle. Nur ein Klick. Das ist der Song der Veränderung. Eben nicht nur ein Klick bis zur neuen Liebe fürs Leben, sondern auch ein Klick bis zur Politik, die das ganze Leben verändern kann.

Nie waren die Transaktionskosten für eine revolutionäre Bewegung geringer. Es gibt mehr vom Leben für die Mehrheit im Supermarkt der Politik – und zwar zum Schnäppchenpreis.

Die Kirchen werden gerade wegen des Glaubens keinen definitiven “Halt” bieten können gegen Veränderungen. Religion war nie nur „Opiums für Volk“, sondern seit der Neuzeit waren Christentum und Judentum vielmehr ein stetiger Motor von Demokratie, Menschenwürde und Gerechtigkeit.

Weder kann der Katholizismus seinem Versprechen von Liebe und Gerechtigkeit ausweichen noch kann er glaubhaft eine sündige Ökonomie globaler Konzerne verteidigen, die mit ihrer Produktwerbung ein tendenzielles Sodom- und Gomorra veranstaltet, was in den USA zu tiefen kulturellen Auseinandersetzungen führt.
Zwar brauchen die Führer der Fundamentalisten die sichtbare Präsenz der Sünder als Daseinsrechtfertigung im manichäischen Kämpf von Gut gegen Böse, sprich die mediale Präsenz von “Erotik”, Homosexualität, Evolutionstheoretikern, korrupten Eliten in Politik und Wirtschaft und dergleichen. Aber sie müssen schon viel Phantasie haben, ihren Anhängern zu immer wieder aufs neue zu verkaufen, weshalb sich nichts geändert hat. Der stetige Kampf darum, ob das Glück mehr im Diesseits oder im Jenseits, in den Normen der Menschen oder denen der Götter liegt, treibt in der zivilen Demokratie die Innovation von Partizipation und Mobilisation von Menschen an. Als Ergebnis entsteht das neue doppelseitige Schwert eines neuen Scherbengerichtes.

Auch die stetige Zerstörung der Schöpfung durch Konzerne oder ihre Subunternehmer, die nur durch das schwankende Niveau der Wahrnehmungsschwelle der „bürgerlichen Öffentlichkeit“ gemindert wird. Gerade der Protestantismus hat mit dem sämtliche Hierarchien umwälzenden Anspruch des „Priestertums aller Gläubigen“ mehr als andere die bürgerliche Demokratie beflügelt. Alle “Kinder” bzw. menschlichen Geschöpft Gottes sind gleich geschöpft. Da helfen auch weder neoelitäre Erwähltheitsvorstellungen von Erweckungsbewegungen nicht gegen noch teilweise „popreligiös“ anmutende Megagottesdienste in den USA nicht gegen. Mit dem Zeitalter des „Wiki“ wird sich Luthers Streben nach der Demokratisierung religiöser Wahrheiten in den Staaten des Westens letztgültig durchsetzen.

Der neue „Bauernkrieg“ könnte mit jedem Krähen des Hahnes beginnen.

Für die Re-Evolution der Bürgergesellschaft müssen Werber kündigen und sich einem via Pay-Pal ins Leben gerufenen Reformbewegung anzuschließen. Und schon kann das Storytelling und Branding zur Re-Evolution beginnen, können Kampagnen organisiert werden und zwar ganz ohne Parteien, Verbände und Wirtschaftsindustrien.

Das geht nicht nur in Serbien oder der Ukraine. Die Bürgergesellschaft ist unkontrollierbar. Nie war das Herrschaftswissen der Eliten geringer. Nie war die Potential zur Partizipation größer, nie war mehr Zeit da. Vernetzte Senioren könnten eine Spitze einer solchen Bewegung sein.

Nach Googels Sündenfall in China glaub keiner mehr, dass ein auf Finanzmärkten- und Konzernen basierender Kapitalismus analog zur marxistischen Geschichtsauffassung gleichsam einem Gesetz die Demokratie verbreitet. Außerdem war schon das Deutsche Kaiserreich der Beweis für einen undemokratischen und kapitalistischen Rechtsstaat.

Warum sollen sich etwa die mittleren Angestellten großer Unternehmen und hochqualifizierte Facharbeiter es noch lange gefallen lassen, wenn sich ihre Chefs völlig losgelöst von irdischen Maßstäben ihre Gehälter selbst erhöhen? Weshalb sollte es dauerhafte Praxis bleiben, dass Investment Banker für ihre Bildschirmarbeit unendlich viel mehr verdienen als ein normaler Angestellter? Weshalb sollten die Mittelschichten akzeptieren, dass die Bildungschancen ihrer Kinder durch für sie unbezahlbare, ebenso exklusive wie pseudo-elitäre Bildungszertifikate gegen Geld geradezu manipuliert werden? Es ist für sie viel attraktiver auf politischem Wege Ihren Kindern gerechte Chancen und eine Grundsicherung als Start ins eigene Leben mitzugeben.

Das Parteienmodell mit Wahlkreisen und lokaler Verwurzelung ist am Limit für die Ebene der Bundespolitik. Es ist im beschleunigten Internetzeitalter nicht ohneweiters mehr umstandslos zu gebrauchen. Seine Kehrseite, die Massenmediale Vermittelung von Politik ist ebenfalls. Nationale Politik braucht nationale Öffentlichkeiten statt lokale Abgeordnete, die nur wenige kennen.

Das Zeitalter der „Sabine Christiansen“ Politik war nur „Pop-Politik“. Statt diskursstiftend zu wirken, hat sie trivialisierend gewirkt. Lauter unergiebige Diskurse hat sind musengleich ins Land geträllert worden. Pop beginnt zu nerven, wenn wieder authentische Unterhaltung gefragt ist. Wenn die Eliten mit Pop identifiziert werden und nur noch Pop von sich gehen, kann der Populus selbst die Leitung der Show in die Hand nehmen.

Traurige Minnelieder vom kinderlosen Poppen will keiner mehr hören. Der Politpop als Form eines Neo-Agitprop wird gestoppt. Auf die Tragödie des Politpops muss zwingend die reinigende Katharsis folgen.

Auf dem Weg zur digitalen „Instant-Demokratie“? „Volonte general digitale“? Oder der Marsch in eine digitale Räterepublik?

Die Repräsentation wird digital und flexibel. Er wurden es die Formen der Arbeit und am Ende werden es auch die Formen der Politik.

Eine Generation, die Myspace, digitale Bewerbungen, ständige Evaluation und Orientierung an Ebay und anderen Profilen gewohnt ist, braucht auch keine stationären Repräsentanten im Parlament, die er nur alle vier Jahre „bestimmen“ darf.

Parlamentsmehrheiten können dann fast jeden Tag kippen bzw. jede Abstimmungsrunde kippen. Alle paar Woche wird abgestimmt. Dazwischen wird diskutiert und „delabierert“. Statt Christiansen am Sonntag gibt es aufbereitete, grafisch strukturierte Präsentationen von Argumenten zum Download, Archivierte Video- und Audiostreams von Diskussionen aus allen Regionen direkt für den Mp3-Player oder das Handy.

Wir werden es Erleben. Auf leisen Sohlen oder mit einem großen Knall. Eines Morgens wird es das sein. Mit jedem Aufwachen kann es irgendwo begonnen haben. Einige Nächte sind es vielleicht noch, aber kein Märchen aus „Tausend und einer Nacht“. Auch wenn schon „Tausend und eine Nacht“ nichts passiert ist, kommt eines Morgens das Erwachen aus dem Dornröschenschlaf: Tausend und eine Macht! Nach der Pop_Politik kommt die populäre Politik, die neue Selbstregierung durch das Volk, den Populus.

Zitat: Alain Finkelkraut in “Die Weisheit der Liebe”

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‎”Im Gegenteil, sie subtrahiert, sie entblößt es, bis es sich in einem Moment unerträglicher Intensität ‘als anderer’ mitteilt, das heißt als das, was sich nicht offenbart, als das, was sich nicht thematisieren läßt’” –

Geschrieben von edomblog

18. August 2010 um 21:23

Zeilen für Verse

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Ich will Dich.
Ich will nicht Dein Ich.
Will nur Dich.
Du bist es nicht, du bist Sie.

Komm zu mir.
Sei mit mir.
Sei bei mir.
Komm’, mit.

Kommst Du mit?
Kommt Du zu mir?
Kommst Du mit mir?
Komme mit mir

Bin nicht Dein Held.
Bin Dir kein Vater.
Laß mich ein Mann sein.

Ver-sag’ ich,
so verzeih mir.

Versag Dich mir nicht.
Verzag nicht.

Es ist nahe.
Wir sind nah.
Unsere Hände sind da.
Nimm

Nimm meine Hände.
Faß’ mich.
Faß mich an.
Laß Dich berühren.

Heb’ Dich nicht auf.
Spare nicht für Dinge.
Erspar’ Dir keinen Menschen.
Komm’ zum Mann.

Höre nicht auf zu atmen.
Laß mich an Dein Ohr.
Stöhne über meine Worte.
Laß’ sie klingen

Laß mich.
Laß meine Worte Samen sein.
Laß meinen Samen Wort sein.
Nimm mein Wort, nimm ein Wort

Nimm mich.
Verlass Dich.
Verlass Dich auf mich.
Laß’ uns

Höre mich,
doch gehorche mich nicht.
Höre mir zu,
doch höre nicht auf mich.
Höre auf Dich.
Höre auf Dein Herz.
doch höre nie ohne Herz.
sei nie ohne Herz.

Höre mein Herz schlagen,
auch wenn meine Worte Dich schlagen.
ich schlage nicht, meine Worte schlagen
Worte verletzen.

Schweigen tötet die Liebe.
Verschweige alles.
Doch verschweige Dich nicht.
Schweig für die Liebe.
Schweig aus Liebe, aber nicht aus Liebe zu Dir.

Liebe,
doch liebe nicht ein Ich.
liebe nicht mich,
liebe uns.

Fuck me,
doch nimm mich nicht mir weg.

Schlafe mit mir,
doch führe mich nicht in Schläfrigkeit.

Entzücke mich,
doch: don’t fuck my mind!
No Mindfucks!
Verfickt noch mal!

Täusche meine Sinne,
doch spiel mir keine Sinnestäuschungen vor.
Enttäusche mich nicht, indem Du mich austauscht.
Vertausch mich nicht.

Laß uns,
laß’ uns vom uns gefickt werden.
nur uns laß uns ficken.
laß es in uns ficken.

Laß es uns versuchen.
Such mich, nicht dein Ich.
Führe mich in Versuchung,
doch versuche Dich nicht an mir.

Öffne Dich.
Öffne mich.

Nimm mich an als ein Rätsel.
Laß mich Dein Rätsel sein.
Liebe das Rätsel,
schweige über das Geheimnis.

Mein Heim ist,
wo Du west.
Bist Du mir verborgen,
so laß Dein Herz schlagen.

Nimm mich,
und wirf’ fort all’ die alten Schlüssel aus einstigen Rätseln,
fort ins Wasser aus Deinem Wasser,
ins unendliche Ewige laß es fortschwimmen
aus Deiner Ewigkeit im Endlichen.

Zieh Dich aus,
schwimm mit mir.
Laß uns abtauchen.
Vergesse, doch vergiss mich nicht.

Du bist nicht mein Schlüssel.
Du bist nicht mein Geheimnis.
Du bist mir ein Geheimnis.
Sucht’ keine Schlüssel, wo kein Schloss ist.

Such’ das Schloss nicht in einer Hintertür.
Wo kein Schloss, da weder Prinz noch Prinzessin!
Alle Türen sind seit Ewigkeiten offen,
doch niemand sieht die Türen!

Versuch Dich an mir nie mittels einer Hintertür.
Gehe immer mit Köpfchen durch das Haupttor.
Öffne die Eingänge ohne Gewalt,
verzichte nicht auf die Gewalt der Magie in der Liebe.

Mißbrauche nicht das Magische an der Liebe.
Sonst mißbrauchst Du die Liebe.
Dann hast Du keine Liebe, wenn Du sie brauchst.
Mißbrauch verbraucht alle Liebe.

Nimm gewaltig, aber nicht gewalttätig.
Nimm mächtig, aber nicht mit Macht.
Sei mächtig, aber sei keine Macht.
Waltet nie ohne Liebe.

Geht in der Spur der Liebe,
verwaltet nie die Liebe.

Das Wort der Liebe ist unbezwingbar für Logiker,
Liebe ist die Logik des Lebens der Menschen.
Das Herz ist nicht ohne Logos.
Höre das Wort; aber nicht um des Wortes willen, ist die Stille der Zeit doch so tot.

Liebe geht ab wie von selbst,
doch die Fahrt mit Liebe hat keine gerade Strecke.
Liebe läßt uns stolpern,
wir kommen aus dem Tritt.

Wir kommen ab vom Weg,
kommen an den Wegesrand.
Das Licht der Liebe bleibt im Dunkel unsichtbar da.
Als Licht leuchtet der Liebe alle Zeit.

Das Licht hat den Sound der Liebe noch nicht erklärt.
Die süßen Klänge schwinden im hellen Licht.
Drum’ wieder ab ins Dunkel.
Spiel’ mit dem Rätsel, spiele nicht mit mir.

Geschrieben von edomblog

15. Juli 2010 um 08:37

Veröffentlicht in Liebe & das Lieben und zu lieben

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