"Das Politische anders denken"

Frühling der Bürgerlichkeit?

Archiv für die Kategorie ‘Fußball

Ohne politische Kommunikation ist alles nicht, aber ist Kommunikation alles?

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Der Joker verhext die Politik, verleitet zur Torheit, narrt die Wähler und macht Amtsträger zu Narren
Wozu gute Policy? Warum braucht es Verwaltung und Partei? Nicht die Politik zählt oder macht den Unterschied, nein “politische Kommunikation”! Gibt es Probleme mit der Politik, dann ist die Politik weder Schuld noch Ursache.

Kein Problem, frag den Guru
Wie ein Guru nennen die Experten für “politische Kommunikation” Instrumente, um die Politik besser zu verkaufen. Ist Konsum die Antwort? Instrument kommt aus dem Latein, im Altgriechischen meint es aber Spielzeug. So wird aus Politik ein Spiel um Kniffe und Listen.

Zum Tod von Nationaltorwort Robert Enke (Hannover 96): In Memoriam Robert Enke

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Das tragische Ende des Nationalmannschaftsspieler Robert Enke illustriert unglücklicherweise, wie suboptimal nicht allein der Umgang mit Depression im Spitzensport und im Nationalsport Fußball ist. Leistungsteigerungen sind hier oft nur noch durch sich einlassen auf Grenzsituationen möglich. Aber auch semantisch bleiben Darstellungen suboptimal. Unverständlich ist, wieso im Kommentar von Robert Zorn von einem „einsamen Enschluss“ die Rede ist, den Enke gehabt habe. Bei so einem Fall kann auch nicht von Selbstmord gesprochen werden, aber auch nicht einfach von Freitod. Im Falle schwerster Depression infolge von Schicksalsschlägen ist von einem Schwinden des Lebenswillens, von einem Dahinscheiden auszugehen. Bloß weil anscheinend kein inneres Dahinsiechen äußerlich erkennbar war, liegt noch lange kein Entschluss zum Selbstmord vor. Dies setzt voraus, dass eine psychatrische Indikation ausgeschlossen werden kann. Ein hochgradig von Depressionen Geplagter kann gar nicht frei etwas wollen. Das Leben von Robert Enke entschied sich, als Enke starb. Wie das war weiß niemand.

Eine Berichterstattung würde ich mir darüber wünschen, ob Enke sich eventuell gegen Einnahme von Psychopharmaka entschieden hat, weil dies in Blut- und Urintest für den Verein, den DFB oder eine Dopingbehörde sichtbargewesen wäre, sowie ferner, ob eine Einnahme von Medikamenten aus sportlichen Gründen wie z.B. Gewichtszunahme, nicht möglich war.

Finale. Das ist nicht das Ende vom Spiel. Gibt es ein Endspiel?

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versagte Freude
vergeblicher Kampf
verlorene Mühen
volltreffliches Spiel

verzagt nicht
…Trauer und Schmerz statt Jubel und Verzückung im Taumel
Der Ball bleibt rund.

Geschrieben von edomblog

14. Juli 2010 um 01:59

Definitives über Fußballvergleiche und Politik. Die alternative Sichtweise ist die Alternative!

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Wieso benutzen Politiker Fußballvergleiche? Eine Legende ist da zuerst Edmund Stoiber. Angela Merkel macht erneut eine Reise zur Elf nach Südafrika. Wullf ging ziemlich beim Spiel ziemlich aggressiv auf den Mann -, seinen Rivalen Gauck – mit Fußballvergleichen im Vorlauf der Bestimmung des Bundespräsidenten. Wulff hat sich in seiner neuen Rolle noch nicht gefunden. Die Denkfabrik muss sich erst neue Sprüche ausdenken.

Politk & DFB: Der Kapitän ist abgereist wie der verletzte Horst Köhler. Der Bruder vom Kollegen Nationalspieler hatte ihn gefault. Löw und der smarte Diplomatensohn Bierhoff pressen dem DFB wie die Banken dem Staat und Steuerzahlern gemeinsam im Kartell das Geld ab. Das ist alles fast wie bei Kain und Abel und bei Jakob und Esau. Brückenbauer Wulff ist mittendrin versumpft im Sund. Die Brücke trug nicht. Pioniertat?!

Bei Fußball geht es um Tore. Das ist das schöne Spiel. Aber das Ziel ist die Meisterschaft. Die Politik kämpft nur noch um dröge kalkulierte Punktsiege, riskiert keine Gefahren, und wird bestimmt von der Angst um den eigenen Klassenerhalt. Das Transfergeschäft dominiert die Politik. Vereine werden zu Aktiengesellschaften. Mit Personal wird spekuliert und gehandelt.

Windige Berater mischen im Geschäft mit. Die Sponsoren und die Medien haben viel zu sagen. That’s life. Fair Play?

Wie die Meisterschaft das Ziel der Bundesliga ist, hat die Politik in der Verfassung eine Zielordunng und mit den Gesetzen eine Spielordnung. Die Bürger sind Publikum und Schiedsrichter in einer Person. Der Wähler wechselt mit der Presse Trainer und Spieler aus. Kapitän wird, wer einen guten Ruf hat, das Spiel dominieren kann. Spiel ist frei von Herrschaft. Die öffentliche Meinung herrscht, aber sie regiert nicht.

In der Politik muss statt das Volk und aktive Bürger nur wie einen Ball tierisch zu treten wieder mehr den natürlichen Körperkontakt mit dem Ball geüb werden statt auf Vorlagen aus dem Publikum zu warten, die man wie einen Elfmeter verwandeln kann. Die Chancen müssen selbst herausgespielt werden. Nur die gegnerische Pa…rtei zu kontern reicht nicht. “Kick and run” beherrscht die Politik. Die Spieler haben genug Brot.

Fußballspieler führen den Willen des Publikums nach attraktiven Spiel aus und nach Spielzügen und Ergebnissen, die ihnen gefallen. Politiker sind wie Fußballspieler angestellte. Nicht die Spieler, sondern die volatilen Zustimmungsregeln des Publikums bestimmen das Geschäft des Fußballs und den Betrieb in den Vereinen. Parteimigliedschaften sind wie Dauerkartenabos.

Wer bezahlt, der bestimmt, also Publikum und Fans. Die GEZ und ARD & Co zahlen beträchtlich für die WM. Das Spiel lebt von der Stimmung im Publikum, der Atmosphäre im Stadium und nicht von Sponsoren im Hintergrund oder gar auf vornehm getrimmten Lougnes, die kein Ort edler Gesinnung sind und fairer Begegnung. Die Konsumenten kaufen bei den Sponsoren, bestimmen und zahlen also auch dort.

Die Botschaft des Publikums entscheidet mehr als die Botschaften der Marken und Sponsoren. Image und Marke zählen in 90 Minuten nicht. Jeder Bürger hat eine im voraus bereits bezahlte Dauerkarte durch Grundgesetz und Verfassung. Jeder Bürger ist wie ein stimmberechtigtes Vereinsmitglied.

Die Siegerehrung im Anschluss an das Spiel um den dritten Platz zeigte folgendes: Tätscheln und ankern volles Rohr. Welch großartige Kameradschaft und solide Kumpelhaftigkeit zwischen Mannschaft und Funktionärselite. Immer schön die Kumpanei pflegen. Damit kennen sich Wulff und Blatter exzellent aus. Auch ein Vorzug diese unanfechtbare Könnerschaft. Eine tolle Szene war es.

Keine Spiele außer Politik, Krieg und Liebe sind ein Endspiel. Nur dort geht es um Verbundenheit. Denn eine Finale stiftet keinen Bund, keine neuen Regeln oder Gesetze, nur eine neue Rangfolge, aber keine Machtordnung, dafür eine Ordnung der Leistung, des Geschicks, des Virtuosen, des Glücks. Im Spiel herrscht niemand. Genau darum sind Märkte frei. Fair play.

Das ist die Aufklärung über Fußball & Politik von. Habermas habe ich zum Publikum noch gar nicht bemüht. Man kann gelingende Vergleiche und Analogen zu Fußball auch ohne Rhetorik und Sophistik anstellen, aber nicht ohne Philosophie und Liebe zu Weisheiten.

Momentaufnahme über Symbolik: Fußball, Hitze und Volksvertreter in Friedlichkeit mit sanftmütgen Bundespräsidenten Wulff. Friedlichkeit waltet ohne Eintracht.

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Fußball und Hitze einen dieses Land – Deutschland -, aber nicht der Wille zur Verfassung oder ein Bundespräsident, der das Ganze mit Eintracht symbolisiert, der Einheit und Friede repräsentiert.

Nein, nur sanftmütige Friedlichkeit ist es, kein starker Friede. Mich macht das hitzig.

Ein Orakel fasziniert, die Weisheit eines würdigen Bundespräsidenten verschmähen die Volksvertreter. Was treten sie?

Geschrieben von edomblog

13. Juli 2010 um 23:32

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