"Das Politische anders denken"

Frühling der Bürgerlichkeit?

Archiv für die Kategorie ‘Martin Heidegger

Würde

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“Das Macht-lose ist jedoch Herrschaft, aber Herrschaft im anfänglichen sinne bedarf nicht der Macht; sie waltet aus Würde, jener einfachen Überlegenheit des wesenshaften Armut, die eines Unter-sich und Gegen-sich nicht bedarf, um zu sein und jeglicher Abschätzung auf ‘groß’ und ‘klein’ hinter sich gelassen hat.”

Martin Heidegger, Gesamtausgabe Band 66, S. 193

Geschrieben von edomblog

20. Januar 2012 um 01:48

Vorlesung Freiburger Sommersemester 1934 von Martin Heidegger

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Titel: „Logik als die Frage nach dem Wesen der Sprache“
Die Quelle ist die Gesamtausgabe bei Klostermann, Band 34.

Diese Vorlesung ist historisch hochbedeutend für die politische Verortung und Zuordnung von Heidegger seinerzeit. Auch dies macht eine ausführliche Bearbeitung und detailiertes Eingehen auf den Text nötig.
„Wir stehen vor der Erschütterung der Logik, die wir nicht etwa 1934 zu Zwecken einer beliebigen ,Gleichschaltung’ vornehmen, sondern an der wir seit zehn Jahren arbeiten und die auf einer Wandlung unseres Daseins selbst gründet, einer Wandlung, die die innerste Notwendigkeit unserer geschichtlichen Aufgabe bedeutet.“ (Seite 11)

Während Heidegger umittelbar zuvor (Seite 26) sich äußert über die zeitgenössische Forderung, ein “brauchbares Glied der Volksgemeinschaft [zu) werden", fährt Heidegger hier nun fort:
„Wir können dabei auf die Meinung kommen, ein Fragen, in dem der Mensch hinter sich selbst sieht, sei krankhaft, es sei jetzt vielmehr an der Zeit, der Reflexion sich zu entschlagen und zum Handeln zu kommen. Gewiß: Solches Fragen ist ein Hemmnis, es stört den Schlaf, und es geht nichts über einen gesunden Schlaf. [Starkes Trampeln] Was brauchen wir zu wissen und zu fragen, was der Mensch sei? Der Mensch ist ja ohnedies ganz mit Wissen beladen. Der Mensch ist gerade der, der weiß. Der Mensch ist Wisen – und er weißt nicht, was er selbst ist.“ (Seite 27)

So lautet die Überschrift von § 13 “,Wir sind das Volk’ kraft der Entscheidung“ (Seite 56)

Aufschlussreich ist die Differenzierung, die Heidegger zwischen “rassisch” und “rassig” vornimmt bzw. annimmt:
„Das Rassige verwirklicht einen bestimmten Rang, gibt bestimmte Gesetze, betrifft nicht in erster Linie die Leiblichkeit der Familie und Geschlechter. Rassisch im ersteren Sinne braucht noch lange nicht rassig zu sein, es kann vielmehr sehr unrassig sein.“ (Seite 65)

Fatal trotz allem der der radikale Voluntarismus und der Dezisionismus: Das “Einrücken”
“In der Entschlossenheit ist der Mensch vielmehr in das künftige Geschehen eingerückt. Die Entschlossenheit ist selbst ein Geschehnis, das, jenem Geschehen vorgreifend, das Geschehen ständig mit bestimmt.” (Seite 77)
Der Vokabel “Vorgriff” ist äußert obskur und dunkel. Was damit und mit Antizipation gemeint ist, erschließt sich zum Teil wohl mehr aus dem Reich der Theologie.

Heidegger: Dichtung ist ursprünglicher als Sprache:
“Um dieses zu begreifen, müssen die Deutschen, die heute so viel von Zucht [sic!] reden, lernen, was es heißt, das zu bewahren, was sie schon besitzen.“ (Seite 170)

Leistungsschutzrecht und das Kalkül zwischen Denken und Rechnen

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Aus Anlaß´des Podacst bei Netzpolitik mit Markus Beckedahl und Till Kreuzer:

Wenn das ominöse Leistungsschutzrecht tatsächlich so auch in Echt auf Sätze gestülpt werden würde können, könnten dann nicht Bürger Wörter und Sätze rechtlich in Vereinen genossenschaftlich bündeln in einen Pool und so Gegenwehr gegen Tendenzen zur Oligopolisierung leisten? Können sie dann nicht für gemeinfrei erklärt werden? Beim Kriterium für Schöpfungshöhe müsste zwischen Daten, Information und Wissen unterschieden werden. Wissen ist Information + Urteil. Hier besteht theoretischer Bedarf an Präzisierung, was erfasst werden kann.

Google kann nicht denken, sondern Google kann nur rechnen und kalkulieren. Dies sind in der Sprache gerade altgriechisch und auf Latein schon ziemlich verschiedene Dinge. Friedrich Kittler und Heidegger sind hier recht instruktive Lektüren für einen fruchtbaren Grund. Hubert Burda hat doch laut Danksagung wohl Bände “Musik und Mathematik” von Friedrich Kittler unterstützt, wie mir scheint. Was soll denn jetzt verlegerisch dieser intellektuelle “chaotic turn” bitte?

Eine Schöpfung kann doch eigentlich nur auf neues Denken gelten gemacht werden, auf Neues, auf Erfindung, auf Innovation, auf Forschung, auf neue Kunst. Wie kann man eigentlich auf etwas Schöpfung geltend machen, was morgen schon von gestern ist? Meinungen haben qua ihres Wesens keinen Bestand und formulierte Meinungen sind nicht dauerhaft in ihrem Wesen und könnten insofern gar kein schützenswertes Gut sein.

Etwas durch Berechnen zu schaffen ist keine Schöpfung, in dem man etwas denkt, etwas durchdenkt, einen Denkweg oder Rechenweg absolviert und gelöst hat, oder aus der Seele heraus etwas geschöpft. Die angebliche ähnlicht zwischen den Produkten von Denken und Erdachten und von Rechnen und Errechneten ist nur eine Analogie und faktisch eine Fiktion! Es gibt einen Unteschiede, der eine Scheidewand markiert.

Und hier geht es gleich weiter: Eine Analogie bedeutet keine Identität zweier Dinge, keine Gleichheit von Darstellungen, Vorgängen oder Sachverhalten. Es ist nur Ähnlichkeit. Kann der Geldwert von Ähnlichkeit höher sein als der reale Nutzwert von Ähnlichkeit und Verweisen? Wie soll das denn z.B. bei Metaphern und Allegorieren gehen? Sprache ist zuerst bildlich. Das ganze Altgriechische beruht auf einem Primat des Optischen. Sprache soll Erleuchtung und Vernunft bringen, nicht Dunkelheit. Und Recht soll Gerechtigkeit bringen. Man kann nicht Gesetze nutzen, um reaktionäre Strukturpolitik und rückwärtsgewandte Industriepolitik zu machen. Das ist eigentlich eine ziemliche Perversion Sozialer Marktwirtschaft und im Grunde schlichtweg ein unverschämt perfides Verdrehen klasischer und traditioneller ordoliberaler Programmtik. Und das durch FDP und die Union! Die Politik lässt sich dysfunktional instrumentalisieren. Inwiefern ist das bürgerlich? Beim Kohlebergbau ist man an auch nicht so zimperlich gewesen. Und das war wenigstnes eine Frage von nationaler Bedeutung.

Man erkläre denen ganzen Vorgang bitte! Von einer bürgerlichen Koalition ist Wettbewerbspolitik und Leistungswettbewerb zu erwarten und kein Statusschutzrecht im terminologischen Mantel eines “Leistungsschutzrechtes”. Das leidiges Geklüngel mit Interessenkalkül. Das ist Hintertür, List und Tücke.
Das ist die Härte. Aber es ist leider Härte in die falsche Richtung. Auf welches Tor wird hier gespielt? Das ist ein Eigentor! Das geht an den Bedürnfnissen von Bürgern und der Republik absolut vorbei. Das Vorhaben ist politisch und in der Sache nach klar verfehlt. Es gehört also beerdigt.

Wer kein Einsehen und kein Erbarmen hat und sich der Unvernunft hingibt, kann von mir auch nicht auf Erbarmen hoffen oder rechnen. Es gibt intellektuell keine Gnade für von Intellekt gänzlich befreite Sachverhalte. Für Stumpfsinn gibt es kein Pardon vom Scharfsinn. Unachtsam regierende Politik muss mit der Wachsamkeit auf Seiten des regierten Bürgers rechnen.

Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott (NT Johannes 1,1) Das ist die Urkunde. Es ist unkundig und verdorben, ja schändlich, auf die ursprüngliche Kunde, Sprache und Wort, Logos und Vernuft einen eingrenzende und das Denken und sprechen knechtenden Anspruch nach einem Leistungsschutz geltend zu machen. Das ist Anmaßung und sogar unchristlich und altmodisch formuliert eigentlich sowas wie ungehorsam gegen Gott. Es lästert bedeute Güter und entehrt sie. Die Vernunft wird gelästert und ihr widerfährt so keine Ehre, sondern Schande und Entweihung.

Man kann es halten wie man will, extrem bedenklich ist diese böse Aufblähen von Rechtsinstrumenten, das Recht in Unrecht und Schaden anstelle von Nutzen verkehren würde. Instrument heisst ja eigentlich Spielzeug und das ist ein ganz diabolisches Spiel, das da betrieben wird. Wo treibt uns das hin? Auf Wort und Sprache ansich, auf “logos”, darauf kann doch kein Urheber Anspruch erheben. Geschicklichkeit bei Werken, bei Handwerkund und Produkten von Herstellern, das kann geschützt werden. Aber ein Können im Denken ist ohne das ein Werk gegeben ist, ontologisch gar nicht in einem “Seinsmodus”, rechtlich, politisch, theologisch oder philosophisch protegiert zu werden. Das ist Humbug und ein Schildbürgerstreich par excellence. Es gibt kein Patent auf das Denken und auf das Formulieren. Geschaffene Substanzen können geschützt werden, aber Formen des Denkens nicht. Sinngehalte können nicht geschützt werden. Nur sinnlich erfahrbare Gehalte verdienen Schutz. Leistung meint Kraftaufwendung, meint nicht denken. Das ist wider alle Urteilskraft. Der Aufwand von Energie und die nützlichen Produkte können prämiert werden, unnützer Geldaufwand darf keine Protektion erfahren. Renditen und ihr Kalkül haben Markt und Wettbewerb zu unterliegen.

Ein Leistungsschutzrecht kann nicht auf Logos geltend gemacht werden. “Übersubjektive Strukturen der Sprache” (Habermas) sind ohne Eigentümer. Das sind quasi “Einbildungen ohne Eigentümer” (Robert Pfaller). Was soll der Unsinn?

Was soll diese faktische extensive, dieser Exzess an Analogien im Rechtswesen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass intelligente und gebildete Menschen wie nicht den Unterschied zwischen denken von Menschen und rechnen von Maschinen kennen. Aber die haben da wohl ihr eigenes Kalkül.

Verstehen “Heidegger’s Hippies” in Kalifornien eigentlich was sie reden?

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“The human addiction to myth is dangerously incompatible with its technological sophistication – as usual.”

Die formative Phase der 60er steht unter dem Einfluss der Rezeption von Heidegger an der Westküste der USA. Aus dem maßgeblichen Einfluss von Heidegger auf Sartre und Simone de Beauvoir und den französischen Existenzialismus, aber auch wichtige jüdische Exilianten, erwuchs die für die USA nicht zu ignorierende Bedeutung von Heidegger, die einen besonderen Einfluss in der “Counterculture” entfaltete.

Link Text “Heideggers’s Hippies” (1999), ein Konferenzbeitrag von einem australischen Dozenten, zur “Information Society” und Heidegger. Der sozialistische oder linke Autor kritisiert die Denke und Singsang vom “Third Way”.

Ein Zitat zum Punkt Interessen:
“Some will tell you they were in Paris or Berkeley or Chicago in ’68, just to show you how credible and revolutionary they really are, and to show you, via their sophisticated subtext, how pointless revolution is, how all interests can be reconciled by ‘conciliatory processes’ or ‘healthy dialogue’.”

Für die deutsche Soziale Marktwirtschaft von Alfred Müller-Armack war das Prinzip des Ausgleichs konstitutiv. Philosophisch profiliert hattes es Max Scheler. Eine “materielle Wertethik” leitete die Gedankenführung. Den “Dritten Weg”, den man in Frankreich und Deutschland in der Zwischenkriegszeit und nach dem Krieg suchte, hat nichts mit dem Mythos von “Third Way” gemeinsam, den Giddens für Tony Blair proklamierte.

Zitat Leo Strauss 1930

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„Wir müssen wirklich ganz von vorne anfangen. Wir können ganz von vorne anfangen: uns fehlen alle polemischen Affekte gegen die Tradition (haben wir doch nichts, von wo aus wir polemisch ein könnte); und zugleich ist uns die Tradition völlig entfremdet, völlig fragwürdig.“ [Hervorhebungen im Orginal]

„Wir sind noch viel tiefer unten als die Höhlenbewohner Platons.“

Fragwürdigkeiten schwirren durch den Zeitgeist, entgeistern den guten Geist der Republik

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Streit, Zorn und Groll liegen in der Luft. Böse Schwingungen laden sich negativ auf, kreisen wie Geier umher. Wie kann der Strom an Wellen (Abtritte, Rücktritte, Austritte, umhertreten, Flucht aus Ämtern, Schwund an Vertrauen, Glaube und Treue, Abstürze und Einstürze von Banken, Abgründe, unterirdisch implodierte monströse Luftschlösser der Finanz mit Krise, drei Wahlgänge, Zoff, Umgangston, Streitsucht, pubertäres Wetteifern) friedlich in Meeresstille münden? So, dass kraftvoller Einsatz und Energieaufwand zu Segen (Shalom) würde.

Ernst Cassirer lesen für eine aufgeklärte Republik: “Vom Mythus des Staates”

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Das Vermächnis eines großen Mannes und eine geistige Abrechnung und Bilanz mit der ersten Hälfte des 20. Jahrhundertes. Cassirer ist die deutsch-jüdische liberale Vorzeigefigur der Weimarer Republik, Professor in Hamburg (Rektor) und in Berlin, Gegenspieler von Heidegger 1927 in Davos beim legendären “Showdown”.
Und nicht zuletzt der Doktorvater vom Lehrmeister der amerikanischen Neokonservativen, Leo Strauss. Der Bruch zwischen Cassirer und Strauss belegt unanfechtbar, dass die “Neocons” auf keinen Fall irgendwie liberal oder besonders für die Moderne sind.

Tobias Bevece eine eine Promotion mit dem Titel “Kulturgenese als Dialektik von Mythos und Vernunft. Ernst Cassirer und die Kritische Theorie” publiziert. Vielleicht gewichtiger als angenommen ist, dass die wichtige Figur des deutschen “Neokonservatismus”, Joachim Ritter (Münster), eine kommunistische Phase hatte, und eben ein Schüler von Cassirer war.

Und trotz unglücklicher Verstrickungen im Nationalsozialismus bleibt für die Gegenspieler von Habermas & Co in den 70ern die Aussöhnung mit der Moderne Leitthema. Habermas hatte Anfang der 80er Jahre – wohl als Reaktion auf die “Tendenzwende” und den Machtwechsel zur Ära Kohl – durchaus unspezifisch und nicht überaus differenziert eine ganze Riege deutscher mitte-rechts Intellektuelle kurzerhand als weniger modern als amerikanische Neokonservative gebrandmarkt. Freilich blieb dabei der eigene Briefwechsel von Habermas mit Leo Strauss, der aus dem publizierten Briefwechsel von Karl Löwith in der Gesamtausgabe von Strauss zu Tage tritt, unberücksichtigt.

Jürgen Habermas, die soziale Bewegung und der Iran.

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In seiner Themenwoche zeigte 3sat Ausschnitte eines Kolloquiums mit Habermas. Zwischen den Zeilen scheint doch Carl Schmitt sichtbar. “wem man dem nicht zustimmt, muss man eben nach Iran auswandern” Nun ja, dann aber noch: “letzte Instanz eine soziale Bewegung” (jenseits von Verfassungsgerichtsbarkeit). Na super, der Nationalsozialismus war eine soziale Bewegung, die Tea-Party-Leute sind eine und die Milizen im Iran?

Teil Habermas hier Positionen oder maßgebliche Argumente von Rousseau und Carl Schmitt? Werden sie ausgewiesen?

Walter Eucken am 21.10.1935 in seinem Tagebuch über Antisemitismus und Faschismus:

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„Alle Juden werden beurlaubt oder aus dem Staatsdienst entlassen. Überall Misshandlungen. Diese Sünde, die das deutsche Volk begeht, indem es wehrlose Menschen seelisch und körperlich misshandelt, wird sich an ihm furchtbar rächen. Gott ist auch ein rächender Gott.“

Das Tagebuch befindet sich im Besitz von Christoph Eucken. Das Zitat entstammt einem Aufsatz von Walter Oswalt. Das Eucken Archiv von Walter Oswalt hat eine Homepage: http://www.eucken.org/. Ein Interview über Differenzen zwischen Ordoliberalismus und Sozialer Marktwirtschaft mit Walter Oswalt gibt es hier. Einen Artikel in der ZEIT von ihm aus dem Jahr 1991 ist hier verfügbar.

Heidegger über Beruhigung und “wahre Verständigung”

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„Echtes Sichverstehen ist daher das Gegenteil einer Preisgabe der eigenen Art und der haltunglosen Anbiederung. Die wahre Verständigung hat auch darin ihr Kennzeichen, daß sie sich nie augenblicklich auf einen Erfolg und feste Ergebnisse verrechnen läßt. Eigentliches Sichverstehen erzeugt nicht jene Beruhigung, die alsbald in eine wechselseitige Gleichgültigkeit ausartet, sondern ist in sich die Unruhe des gegenseitigen Sich-in-die-Frage-Stellens aus der Sorge um gemeinsame geschichtliche Aufgaben.“ (aus: “Wege zur Aussprache”).

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