"Das Politische anders denken"

Frühling der Bürgerlichkeit?

Archiv für die Kategorie ‘Emmanuel Levinas

Geistesblitz zum “Problemfall” Sarrazin

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Kleiner Geistesblitz: Meinung ist doxa. D.h. insofern gilt dann Meinungsfreiheit! Aber wenn Volkswirt Sarrazin sagt, es sei genuin quasi Wissenschaft, d.h. nicht doxa, sondern dogma? Was dann? Welchen Geltungsanspruch erhebt Bundesbankvorstand Sarrazin? Anspruch auf Orthodoxie? Gerade auch Teile des Judentum arbeiten mit dem Funktionsprinzip Orthopraxie und nicht mit dem Prinzip Orthodoxie, welches vom Athener Grieche und Philosoph Platon in das” “Abendland” tradiert wurde.

Was macht Judith Butler zwischen Gender und dem Sexus bei Adorno?

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Negiert Gender mit neutralem Sein nicht den Sexus? Adorno schrieb 1963: “Der Sexus wird als sex, gleichsam eine Variante des Sports, entgiftet; was daran anders ist, bleibt ein allergischer Punkt.” Wie löst Judith Butler bloß dieses Problem?

Zitat: Emmanuel Levinas über Sprache und ihre “bösen” Möglichkeiten

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“Die Sprache ist sowohl im guten wie im bösen die Möglichkeit einer rätselhaften Zweideutigkeit, die die Menschen mißbrauchen.”

Geschrieben von edomblog

18. August 2010 um 21:21

Zitat: Emmanuel Levinas über die Spur, die die Ordnung der Welt stört

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‎”Die authentische Spur dagegen stört die Ordnung der Welt. Sie ist eine Doppelbelichtung.“

Geschrieben von edomblog

18. August 2010 um 21:19

Wichtige einzelne Sätze vom Denker Emmanuel Levinas

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Aus dem Text “Fragen und Antworten” (1977):

„Ich glaube nicht, daß es in der Methode eine mögliche Transparenz gibt und ebensowenig, daß die Philosophie als Transparenz möglich ist.“ (113)
Levinas optiert also für Opakizität. Eine Position, die von Judith Butler eingenommen wird, die gegen die Annahem eines transparenten Selbst votiert.

„Durch den Menschen ist das Sein ,eigentlich’. – Das sind die tiefstgehenden Dinge bei Heideger.“ (118)
Eine große Deutung von Levinas über Heidegger.

„Man kann sich für die Stellvertretung nicht vertreten lassen, so wie man sich auch für den Tod nicht vertreten lassen kann.“ (120)
Was sind alles die Konsequenzen von diesem Wort?

„Die Antizipation der Zukunft ist sehr kurz. Es gibt fast keine Antizipation.“ (126)

Dieser Satz ist relevant für Habermas, weil kontrafaktische Antizipation, kontraregelintuitives Erwarten, Antzipation gegen “Faustformeln”, das Übersteigen des “Begreifens”, dessen mit den Händen fassbaren, dort eine wichtige Rolle spielt.

„Der Friede ereigent sich als die Fähigkeit zum Worte.“ (Levinas)

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„Der Friede ereignet sich als die Fähigkeit zum Worte.“ (Emmanuel Levinas)

“Totalität und Unendlichkeit”, Seite 23

Der aus Litauen stammende französische Philosoph und jüdische Religionsintellektuelle Levinas über Krieg, Politik, Moral und den “Vollzug der Vernunft”

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Emmanuel Levinas ist ein akademischer Schüler von Edmund Husserl und Martin Heidegger. Er übte bedeutenden Einfluss auf das französisches Geistesleben der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert aus, u.a. auf Jacques Derrida, Alain Finkelkraut. Levinas widersprach offensiv vielen Grundannahmen, die das Denken von Größen wie Sartre prägten. Heute ist der Rang von Levinas unbestritten.

„Der Krieg gehört nicht nur – und zwar als die größte – zu den Prüfungen, von denen die Moral lebt. Er macht die Moral lächerlich. Daher ist man geneigt, in der Politik als der Kunst, den Krieg vorherzusehen und mit allen Mitteln zu gewinnen, den eigentlichen Vollzug der Vernunft zu sehen. Die Politik ist der Moral entgegengesetzt, wie die Philosophie der Naivität.“ (Seite 19)

(in: Totalität und Unendlichkeit (1965), deutsche Übersetzung 1980 ist im Verlag Karl Alber erschienen)

Geschrieben von edomblog

20. Juli 2010 um 16:43

Sachdienliche Hinweise zur hermeneutischen Meditation von den “Meistern”: Leo Strauss und Seth Benardete

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„There is only the surface and the surface is the heart of things. Depth is an Illusion“
(Seth Benardete)

„The problem is inherent in the surface of things, and only in the surface of things, is the heart of things.“
(Leo Strauss, in: “Thoughts on Machiavelli”, S. 13)

„A ,golden Sentence’ by Leo Strauss“
(Seth Benardete, Review of „City and Man“ by Leo Strauss)

Eine Sentenz vom großen deutsch-jüdischen liberalen Denker Ernst Cassirer über Philosophie und Freiheit

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„Die Philosophie hat den Menschen so weit frei werden zu lassen, so weit er nur frei werden kann.“ – Ernst Cassirer, liberaler bürgerlicher Philosoph aus Deutschland, im Jahr 1927 gerichtet gegen Martin Heidegger in der “Davoser Disputation” bei den Davoser Hochschulwochen.

Zur Begegnung von zwischen Cassirer und Heidegger ein Link zu einem Artikel von Prof. Dr. Birgit Recki (übrigens Gattin von Prof. Dr. Volker Gerhardt, Professor für Philosophie an der Humboldt Universität), die die Ernst Cassirer Arbeitsstelle an der Universität Hamburg leitet. Hier noch ein Artikel aus dem Angebot der ZEIT zu Ernst Cassirer aus dem Jahr 2007.

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