"Das Politische anders denken"

Frühling der Bürgerlichkeit?

Archiv für die Kategorie ‘“Rettungschirm”

Das Hauptproblem ist nicht das Problem Griechenland, sondern die Eigenheit des internationalen Bankenwesen und Finanzsystems

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Die politische Notwendigkeit für die Garantien für die griechischen Staatsschulden rührt daher, dass das internationale Bankensystem so wenig Eigenkapital hat und dass durch Kreditausfallversicherungen auf Zahlungsraten die Risiken und Gefahren wild gestreut sind. Griechenland kann nichts für diese Gefahren, die aus einem internationalen System stammen. Für Staatsschulden müssen Banken bekanntlich kein Eigenkapital vorhalten. Dabei ist eine Anleihe wie ein Kredit. Bei normalen Kredit muss ein Anteil Eigenkapital seitens der Bank aufgebracht werden. Bei Staatsanleihen ist dies nicht der Fall. Außerdem werden Staatsanleihen im Interbankenmarkt und bei der Notenbank als Sicherheiten für kurzfristiges Geld genommen.

Benjamin Disraeli: Öffentlichliche Gelder und Kontrolle der Staatsausgaben

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Benjamin Disraeli 1872 “conservative principles”: “Meine Herren, die Macht des House of Commons beruht vor allem auf seiner Verfügung über die öffentlichen Gelder und auf seiner Kontrolle über die Staatsausgaben.”

Nur jene Macht oder beruht fast jede Macht auf der Verfügung über öffetnliche Gelder und Kontrolle der Staatsausgaben?

Der “Rettungsschirm” als neuer salvator mundi?

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‎”Rettungsschirme” etc. suggerieren uns, es werde etws getan, um einen alten Status – vor der Finanzkrise – wieder herzustellen. Dem ist aber nicht so. Und der Status davor war keiner, den mal als heile oder unbedenklich bezeichnen könnte. Das muss man einfach mal sehen. Von alleine wird der ganze Bereich sich nicht zum Guten wenden. Hoffnung und Vertrauen darf man in erster Linie auf Gott richten.

Bei Europa kann es nur um eine politische Einigung der europäischen Völker und ihrer Bürger gehen, nicht um eine Schaffung einer einzigen zentralen Verwaltungseinheit. Das ist keine Vereinigung, sondern wäre Zwangskollektiv.

Geschrieben von edomblog

27. Juli 2011 um 14:29

Ist Sarrazin ein ehrenwerter Mann? Wie steht es um die Ehre der Republik?

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Ein furchtbar feiner Herr, der stramme Sozialist von Rechts. Ein radikaler Buchautor aus Überzeugung, das ist der ehrenwerte Bundesbankvorstand Dr. Thilo Sarrazin, der großspurige Herr der Zahlen, der Zahlen gegen die Menschen ohne Gefühl ins Feld führt unter Verweis auf ein Diktum der totalen Sachlickeit. Die Zahlen herrschen über die Menschen. Sarrazin wähnt sich lediglich im taktischen Malheur. Nein, es ist kein Irrtum.

Leidiges lässliches Malheur pur?
Lediglich eine lässliche Dummheit im tragischen Eifer des Gefechts? Alles kein Drama, denn das kann ja jedem passieren? Ist Sarrazin ein ehrenwarter Mann oder eine Bedrohung der Republik? Der wilde und wirre Sozialist Sarrazin ist ein falscher Prophet. Sarrazin ist ein völkischer Sozialist von Rechts, der in den Gestalt des sozialdemokratischen Biedermannes agiert. Gewährt die SPD Sarrazin weiter Deckung? Gibt es einen rechten Rand in der SPD oder der Berliner Sozialdemokratie?

Sozialdemokratie weniger verlässlich als politischer Katholizismus?
Ist heute die Sozialdemokratie weniger verlässlich als der politische Katholizismus? Denn dieser bezog mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) und ihrem Präsidenten Alois Glück bezog standhaft Stellung gegen die Hetzereien in den Denkfiguren von Sarrazin und seinen Biologismus. Umtriebig scheint Sarrazin gewesen zu sein. Oder halfen ihm die Ressourcen seines Verlagshauses ein kleinwenig mächtig mit?

Rolle von Random House und DVA?
Wie ist die Rolle des Verlages, den Sarrazin für sein Buch “Deutschland schafft sich ab” gefunden hatte, zu bewerten? Welchen Beitrag leistete die Deutsche Verlagsanstalt innerhalb der Bertelsmann Gruppe Random House? War es alles einzig nur ein Zufall?

Sind das Medienhaus Bertelsmann und Gruppe SPIEGEL Teamplayer kraft der Eigentumsverhältnisse?
An der Gruppe SPIEGEL hält das Medienhaus Bertelsmann indirekt eine kleine aber feine gewichtige Beteiligung über das Tochterunternehmen “Gruner+Jahr”. Ob die Beteiligung nur 24,75% oder aber über der Sperrminorität von einem Viertel hinaus bei 25,5% liegt, das wird teilweise bemerkenswerterweise durchaus verschieden diskutiert.

Was ist das Ziel von Sarrazin?
Was hilft Sarrazin gegen die tatsächlichen Probleme der Republik, die Sarrazin nur streift? Sarrazin ist ein wirrer Geist. In seiner Not flüchtet Sarrazin ungebremst in die Pseudowissenschaftlichkeit, die er dann wohl konsequent durchzieht und durchhält. Sein Buch wirkt durch die Nebenfolgen. Was waren die Intentionen?

Ist das publizistische Verhalten von Frank Schirrmacher zweifelsfrei untadelig und klar rechtschaffend?
Reicht es aus, dies alles als “vulgär” und nicht Stand und Status entsprechend souverän im Habitus ästhetisch abzuqualifizieren, wie es durch den F.A.Z. Mitherausgeber Frank Schirrmacher geschah? Das ist die Frage? Wo stehte die bürgerliche Presse in Deutschland? Steht sie für die Republik? Oder ist auch das Projekt Joachim Gauck nur ein ästhetisches Abenteuer; auch ein klassisches rein existenzialistisches Engagement?

Erbe und Tradition haben ihre Zeit: Exzellenz in Bürgerlichkeit bei Sternberger und Bucerius
Steht die Frankfurter Allgemeine Zeitung zum Erbe von maßgeblichen Persönlichenkeiten wie z.B. Dolf Sternberger oder Alexander Rüstow? Wie wird die Geschichte die Sachverhalte als Vorgang zur Not auch literarisch klären?

Bloße Tüchtigkeit und Emsigkeit, reicht das? Wie entsteht krude Denke?
Bemühungen allein reichen nicht aus auf dem Level eines Bundesbankvorstandes, eines erfahrenen Spitzenbeamten und eines im Bundesland Berlin unter Klaus Wowereit erprobtem Finanzsenator. Wie konnte es dazu kommen? Sarrazin missbraucht seinen Staus als rechter Vorzeigebürger, Mitglieder der SPD, amtierender Bundesbankvorstand.

SPD, Wowereit, Bundespräsident, politisches Berlin, Tradition der Bundesbank
Wieso konnten die SPD und die Institutionen dies zulassen, so dass es zur brisanten Lage kommen konne? Selbst Bundespräsident Horst Köhler war auch an dem Vorgang beteiligt gewesen. Solidarität unter Fachbeamten und Ökonomen und aus einer Tradition, einer spezifischen Tradition des Bundesfinanzministerium?

Ikonen der Republik? Wie steht es um Berlin?
Die Republik lebt und ist lebendig. Und wenn es die Tradition des katholischen Landvolkes mit Alois Glück ist! Ein Bürgertum voller Bilder ist nicht der einzige Träger des Säulen des Staatswesens und der Parteien. Denn es gibt viele Bewegungen.

Geschrieben von edomblog

2. September 2010 um 03:17

Veröffentlicht in "Rettungschirm", Bundespräsidentschaft aktuell, Bundespräsidialamt, Das "C" in der Union, Deutschland / Inneres, Geschichtsbewusstsein, Judentum - judaism, Katholizismus, Medienkritik & Auseinandersetzung, Meinung, Organisationstheorie, Parteienforschung, Politikwissenschaft, Politische Theorie, Rechtspopulismus, wertkonservativ, Wulff

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Was lehren Werbespots von Parteien: Ein zeithistorischer Rückblick

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‎”Weltklasse für Deutschland”!
Youtube ist ein Museum: Diese Story mit dem Aufschwung hat die CDU 1998 schon aufgetischt. Merkel hat aus diese Niederlage offenbar nichts gelernt. Sie hat sogar davon profitiert. Wenn Merkel wusste oder ahnte, dass Kohl massiv Leichen im Keller hatte, wäre ja auch klar gewesen, dass sie ihre eigenen Chancen auf Karriere und Macht spürbar verbessert durch das bundespolitische Ende der Ära Kohl. Start wie Google Earth!

“Der Aufschwung ist da”.
Diese Wette verlor Helmut Kohl 1998 auch. Welche Perspektive hat die CDU noch mit Frau Dr. Angela Merkel als Vorsitzenden? Welche Perspektive haben wir als Bürger, wenn unbelehrbare Sozialisten und eine wütende Linksfront die Regierung und die Macht im Staat erringt? Wir dürfen uns nicht dem Schicksal fügen.

Lupenreiner Clip der “Kampa” mit Solitär Schröder:
Solidität und Beständigkeit, Schröder war bürgerlicher als Kohl: Besinnlichkeit, der starke Mann, kantig, markant, senore Stimme, verantwortunsgbewusst, machtbewusst, gravitas, allein mit der Natur zwischen Sonne und Meer im Grünen. Am Meer blickt er auf das Unbewussts, in die Seele der Deutschen: “Gute Leute müssen gefördert werden”. “Ich möchte den Menschen eine Perspektive geben”. “Sie sollen sich auf morgen freuen können”. “Dafür werde ich mich einsetzen”. Ein Orchester als ein Symposium, das Anklang fand. Wie klingt Angela Merkel?

Was braucht Deutschland?
Auch Schröder versucht es mit einer Wette auf die Perspektiven der Zukuft und fiel auf die Fresse, die ihre ganze Markanz ausspielte, um die männliche Rüpelhaftigkeit zu verbergen, die Dr. Angela Merkel ins Amt half. Doch schauen und staunen Sie selbst! Was kann Dr. Merkel noch? “Mutig das Land erneuern”?

Joschka Fischer stellte die Schuldfrage!
Damit packte er auf der Kuhwiese den Stier bei den Hörnern: “Wir sind nicht Schuld an Merkel und Westerwelle” … Oh eine große Frage!

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