Archiv für die Kategorie ‘Entscheidungschaos’
Urgent: Aufruf und Appell für den Weltfrieden
Was die Situation im Nahen Osten betrifft, so muss was passieren. Weiter pokern und sondieren als wäre nichts gewesen, geht nicht. Die Regierungschefs der Länder müssen sich zu einer Konferenz treffen und die Dinge direkt regeln. Sie müssen solange arbeiten und verhandeln, bis die Sache geregelt ist. Darauf hat die Weltöffentlichkeit und die Menschheit einen Anspruch.
Unterstützen Sie diesen Aufruf für Frieden und gegen Krieg und Gewalt!
Einen Krieg mit seinen Gewalttaten, Tod und Zerstörung, endloses Leid für Täter und Opfer, mit Propaganda und Militär als Primat, hilft niemandem wirklich. Das bringt Elend und Greultaten hervor. Es stiftet Unfrieden für mehr als eine Generation, also auf Jahrzehnte. Es wäre ein einschneidendes Ereignis, worauf man nicht wüsste, wohin die Welt anschließend driften würde. Krieg ist nicht nur für die getöten Körper eine Katastrophe, sondern ist seelisch eine Art Ausrottungsunwesen. Eine Verherrlichung des Krieges, so wie das vor und bei Beginn des Ersten Weltkrieges der Fall war, geht gar nicht.
Krieg – gar mit Atomwaffen – bedeutet Vernichtung. Es bedeutet sinnloses Sterben und Töten gleichermaßen und droht eine Spirale der Gewalt und Eskalation einzuleiten.
Es kann nicht angehen, dass sowohl auf dem “World Economic Forum” in Davos als auch auf der “Münchener Sicherheitskonferenz” groß getagt wird, und es passiert nichts für Frieden
“Achtung” (Danger) vor Wulff: Wulff ist gefährlich
Was Angela Merkel sagt: “… Achtung vor Wulff”. Das ist Warnzeichen. Achtung ist ein Warnzeichen. Sie warnt uns vor ihm. Wulff ist gefährlich … Das unterstreichen auch alle öffentlich bekannt gewordenen Indizien. Er ist ein psychisch und im Privatleben labiler Machtmensch, ein Kontrollfreak, der zwischen Kalkulation und düsteren Leidenschaften hin und herschwankt, der enorme Angst vor Bürgern und Presse sowie der Wahrheit hat.
Politiker Wulff belastet das Amt des Bundespräsidenten, belastet die Bundeskanzlerin und das Bundeskabinett mit seinem Privatleben
Den ungewöhnlichen Kreditkonditionen von Wulff entspricht eine politische Belastung sondergleichen
Die politische Hauptfrage ist weniger die eines Interesses der Medien, sondern ob den Interessen der Bürger so ein Bundespräsident unter den Randbedingungen von Wulff zuträglich sein kann. Dazu gehören offenbar erhebliche private Schulden, deren Herkunft er vielleicht nicht nur sich selbst, sondern auch seiner Ehefrau zuzuschreiben wären, was aber ihm (auch politisch) zuzurechnen ist. Wulff trägt die Verantwortung, trägt sie privat, trägt sie als Ehemann und Wulff trägt sie politisch. Aber ist das tragbar und ist es politisch tragbar wie tragfähig? Wer will das alles ertragen?
Aspekte des Privatlebens mutwillig in das höchste Staatsamt getragen
Es ist und bleibt eine Unverschämtheit, dass Herr Wulff das hohe Amt, welches gegenwärtig potentiell besonders gefragt und gefordert ist, dass er das höchste Amt der Bundesrepublik belastet und beschädigt und desweitern die Kanzlerin, die einen anderen Stil in diesen Fragen pflegt, mit seiner eigenen höchstpersönlichen privaten Scheiße und (Kredit)Defiziten so dermaßen belastet. Und jetzt belastet er noch fast das ganze Bundeskabinett damit, aus welchem sich viele Mitglieder in den letzten Tagen so zu Wulff äußern mussten, so, wie sie es getan haben. Wer als BundesministerIn für Wulff oder den Bundespräsidenten eintritt, sollte dies entsprechend der Würde seines eigenen Ranges und Amt argumentieren. Aus den Kommentierungen der Bundesminister der Causa Wulff kann ein “falscher Eindruck” entstehen, die Minister billigten solche Kredite und Konditionen, etwa bei selbst oder bezüglich der ihnen unterstellten Beamten und in den ihnen unterstehenden obersten Bundesbehörden. Geäußert haben sich Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, welcher nebenbei erwähnte, er habe seiner Kanzlerin Angela Merkel zweimal seinen Rücktritt angeboten, weiter Annette Schavan, Ilse Aigner und Thomas de Maizère. Weiterhin hat sich der CSU Parteivorsitzende und bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer geäußert, welcher den Akzent auf seine Funktion als Parteivorsitzender der CSU legte. Von der FDP hat sich Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler geäußert, der zuvor bereits im Kabinett Merkel als Bundesgesundheitsminister diente und der im Kabinett Wulff Wirtschaftsminister im Bundesland Niedersachsen war.
Bundesminister sind zugleich obserste Dienstherren ihrer Verwaltungen
Da ist nicht jede parteipolitische oder nur aus Machterhalt motivierte Erklärung angemessen. Eine Formulierung und Beitrag wie der von Peter Altmaier, der kein Regierungsamt hat, er kenne Wulff seit 30 Jahren, ist sicherlich völlig unverfänglich. Jedoch bringen solche Erklärungen wie die von Altmaier in der Sache nichts, ebenso wie seine Formulierung “Kirche im Dorf lassen”, wenngleich sie beliebt ist, die z.B. auch der niedersächsische Landtagsabgeordnete Reinhold Hilbers per Facebook verbreitet.
CDU Niedersachsen und Landesregierung darf Bereinigung der Situation in Berlin nicht blockieren
Ich erwarte, dass auch die CDU Niedersachen hier loyal zur Kanzlerin und dem Amt des Bundespräsidenten steht und hier nicht aus einer Mischung aus Motiv in eine Wagenburgmentalität flieht, die einer Bereinigung der Situation in Berlin und eine Befreiung der Bundesregierung aus dieser misslichen Situation blockiert.
Wulff als der Star seiner Generation
Christian Wulff ist der einzige von den klassisch westdeutschen CDU Nachwuchspolitikern seiner Generation die jetzt noch was geworden sind. Die anderen sind alle weg. Im Bundeskabinett ist keiner von ihnen. Roland Koch ist weg; gut – Peter Müller ist soeben Bundesverfassungsrichter geworden. Kanzler ist keiner von ihnen geworden, dafür ist Christian Wulff nun Bundespräsident. Aber zu welchem Preis? Und zu wessen Nutzen?
Zur Performance von Volker Kauder und Friedrich bei Interviews: Faktischer Leistungsverweigerung und Streik der politischen Klasse
Die Interviews von Volker Kauder in kürzlich der WAMS und von Bundesinnenminister Friedrich im letztens SPIEGEL sind so schwach, da wird Merkel wohl noch lange Kanzlerin bleiben müssen.
Ein Jahr nach Sarrazin palavert regelrecht Bundesinnenminister Friedrich da was von “Gesprächsbedarf”. Viele Deutsche machens ich einfach Sorgen um die Zukunft. Mit Islam hat das primär wenig zu tun. Deshalb wurde Sarrazin gekauft. Friedrich äußert, nachdem er eine Diskussion fordert: “An der Sarrazin-Exegese im Einzelnen will ich micht nicht beiligten.” Das ist Streik und Trotz! Sie Diskussion ist und war zu führen. Im Streit und mittels Streit müssen Radikle gestellt werden. Ohne das geht es nicht. Die Mittel sind bekannt. Wieso werden sie nicht gewählt und umgesetzt? Wieso werden die nötigen Ressourcen nicht organisiert und Projekte anvisiert?
Ein wie auch immer akzentuierter Neuanfang erscheint (auch) deswegen über kurz oder lang in der Konsequenz unvermeidlich.
Es geht nicht um eine “Krise des Vertrauen” in der Politik, sondern es geht um die Treue zum Volk
In vielen Medien wird weiterhin meist meist diffus von “Vertrauen” gefaselt. Doch Fides, das meint auch die Treue. Es geht nicht um Vertrauen in das System. Ich wiederhole mich: Die Leistungsfähigkeit der Systeme Rechtstaat & Wohlfahrtsstaat sind es vor allem, die den Zusammenhalt garantieren. Werte und Überzeugungen und andere “geistige Entscheidungen” sind hier nicht an die Spitze zu stellen. Ohne Gerechtigkeit & Solidarität gibt es keine Freiheit & Frieden. Fides meint aber auch die Treue. Die Eliten müssen dem Volk und den Bürgern treu sein. Das verbürgt bei Politikern z.B. der Amtseid; ähnlcih gilt es bei Soldaten und Beamten.
Unsere Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel kann nicht lediglich sagen bzw. vortragen, sie möchte (gerne) Deutschland dienen. Sie muss es auch wirklich tun. Der gute Vorsatz reicht nicht. Zu dienen meint automatisch, auch treu zu dienen.
Merkel hat schon vor Jahren von “Verlässlichkeit” gesprochen (u.a. “Quo vadis Deutschlan”-Rede). Aber Verlässlichkeit und Vertrauen (Gesine Schwan redete viel von “Vertrauen”), sind beide Teil dessen, was bei den Römern “fides” war.
Ergänzung 13.4.2011:
Wer die Frage nach dem verlorenen “Vertrauen” (fides) des Volkes in die Exekutive und Leadership stellt, nimmt die Perspektive der Mächtigen ein, nicht jedoch die der Bürger! Es zählt nicht nur die Treue (fides) als Einhaltung der Gesetze, es müssen auch die Ziele und der Sinn von Gesetzen und im allgemeinen Willen des Gemeinwesens. Gesetze sind mehr als Spielregeln.
Freiherr von und zu Guttenberg: Das Wesen des Aristokratischen als Schadensfall für die Republik und ihr Ethos?
Thronender Adel im BMVg
Ein Adelige im Amt des Kriegsministers und Befehlshaber des Militär wirft die Frage auf, ob der Amtsträger die Superiorität und Autorität der bürgerlichen Klasse anerkennt und sich ihr unterwirft. Typische Teilhabe an Events der Spaßgesellschaft ersetzt kein republikanisches Ethos. Schon aus de römischen Republik ist das Problem bekannt, dass die Treue der Truppen wankt und die Armee beginnt mehr dem Herrführer als dem Senat und den Volk von Rom zu gehorchen.
Das Aristokratische schadet Republik durch mangelnde Liebe zur Gleichheit
Der Schaden für die Republik, den der Habitus derer von und zu Guttenberg geschaffen hat, liegt nicht im Adelstatus, sondern im Befeuerung des Wesens Aristokratischen und seiner kulturellen Institutionalisieurng.
Welche Politik, welches politische Programm und welcher Zuschnitt? Ohne Grenze geht alles!
Ich sehe keine republikanischen und bürgerlichen Zuschnitt der Politik bei Freiherr von und zu Guttenberg. Vielmehr delegitimiert der Megaauftritt von zu Guttenberg normalen Politiker und gewöhnliche Politik. Damit begünstigt sie automatisch den Ausnahmezustand. Wofür Freiherr von und zu Guttenberg (ein)steht, das bleibt unklar. Es stärkt nicht bürgerliche Traditionen, auch nicht christliche Tradition. Es wird sich diffus auf traditionelle Werte berufen. Das tut auch seine Ehefrau. Wer sittliche Reife propagiert, muss sich auf fragen lassen, wieviel sittliche Reife man in diesem Alter als junge Mutter überhaupt haben kann.
Es tritt nicht die Rückkehr von "Klasse" ein, sondern das Wesen des Aristorkatischen und damit Führung und Kult erfahren Konjunktur.
Was schafft das Buch von Sarrazin für Deutschland? Schafft Sarrazin Deutschland?
Was schafft das Buch von Sarrazin für Deutschland?
Schafft Sarrazin Deutschland? Wieviel Machwerk für Politik & Kultur darf man tun? Darf man dies? Wer darf und kann das? Wieso sollte man das geschehen lassen? Sollte man so etwas sich wiederholen lassen? Wie baut man vor?
Sarrazin ist weder ein Held noch ein Mann des Volkes. Die Leute bedauern Sarrazin. Sie kennen meistens höchstens den Vorabdruck, der grob ist. Es geht nicht um Fakten, es geht um Politik. Das Tun zählt, nicht das Sein. Sarrazin spricht vom Sein, von seinem Sein. Was tat Sarrazin? Aktionismus vor Diskussion … ?
Wie ist der “Tatkreis” (Weimar)? Was ist die Tat? Sarrazin ist mehr (dummer) Täter als Opfer. Laut Hannah Arendt beschwört das nicht-Denken das Böse herauf. Und zwar gerade dann, wenn eben nur gerechnet wird mit Zahlen und Statistiken, wie es der Bürokrat Adolf Eichmann tat. Noesis ist gefragt. Oder wie Kojève empfahl, den wilden Studenten einst riet, Altgriechisch zu lernen.
Die Menschen in Deutschland und die Bürger wollen und wünschen politisch eine bessere, nicht aber eine andere Politik! Allerdings ist eine Optimierung von Oben mit zentralem Management weder gewünscht noch gewollt. Hier drohen der FDP und Westerwelle erhebliche Fehler.
Sarrazin ist eine traurige Gestalt. Der komplette Vorgang ist traurig und ein (deutsches) Trauerspiel. Das wissen alle! Wer beurteilt dies mit welchen Gründen anders? War das alternativlos? Die Menschen wollen keine Rache, sondern die Menschen müssen trauern, weil viele Hoffnungen sich immer wieder zerschlagen haben. So empfinden die Menschen die Politik. Es stellte sich das Sommermärchen mit Gauck in die Frage. Jetzt stellt Sarrazin Deutschland in Frage. Sarrazin hat sich fraglos abgeschafft. Ausnahmsweise ist dies echt alternativlos. Wo welchen Fragen stehen wir? Dialog übt. Dialog ist wichtiger als irgendeine Meinung zu haben. Miteinander sprechen und weniger übereinander reden.
Die Menschen wollen keine maximalen schrillen Schreikämpfe mit Sarrazin, seinem Mundwerk und dessen Organen. Die Bürger wollen keinen anderen Staat. Sie sind unzufrieden mit der Regierung. Deutschland steht zum Grundgesetz. Dazu zählt auch Artikel 1. Artikel 1 ist die einzige absolute Nr. 1. im Staat, die außer Frage steht. Das ist so gewohlt. Es ist allgemeiner Wille und begründet den Bundes der Republik. Dies ist das “soziale Band”. Sarrazin und ökonomische Unternehmen sind keine solchen Symbole, die diese Gewalt haben.
Das Volk will keinen andere Art von Regime im Staat oder eine Transformation in einen anderen Staat. Was allgemein benötigt wird, das ist eine bessere Staatlichkeit. Eine andere Staatlichkeit kommt nicht in Frage. Herfried Münkler hat dies kürzlich in einem einschlägigen Fachaufsatz in IP ausgelegt. Es braucht keine Diktatur zur Beschleunigung. Würde und bessere Deliberation und echter Diskurs schaden? Wer dagegen ist, weil es ihm schadet, der schadet allen Volksgruppen. Die Freiheit zum Gespräch zählt. Das Volk braucht kein exklusives Sprachrohr mehr. Das ist “Strukturwandel der Öffentlichkeit”. Wer sich berufen fühlt derart extraordinär zu predigen wie ein Prophet, der soll Theologe werden oder als Laie seinen Dienst in einer Kirchengemeinde tun.
Wer gegen den Staat angeht, gegen denjenigen tritt der ganze Staat und die Zivilgesellschaft der Bürger an. Dann “kämpfen” die Bürger führ ihren Staat, für Rechtsstaat und die Rechtsstaatlichkeit der Verwaltung ihres Staatswesen. Einzig das ist rechtens. Kruder Populismus von Rechts ist zerstörerisch und mündet in die Mäuler von Neofaschisten. Bilden kann sich fast jeder seine Meinung selbst. Die Bürger können einen festen Ring bilden.
Bürgerliche Ringe als Netz mit und für den Bürger anstelle von militärischen Bündnissen und Pakten
Christliche und andere Studenten haben sich schon in der Nachkriegszeit in einem Ring” zusammengeschlossen. Das war gerade kein Lebensbund für eine “Volksfront”. Mit Worten ringt man typischer Weise. Kämpfen mit Worten funktioniert nur als Gebrüll. Da kommt ein Verlust an Zivilisation ins Spiel.
Partizipative Verbesserung anstelle von zentralistischer Optimierung mit Sozialtechnologie
Die Bürger wünschen eine Verbesserung der politischen Ergebnisse und Personen, die würdig sind. D.h. es geht nicht primär um die gewohnte Auswirkung von Politik auf Wirtschaft und Geldbeutel, sondern einfach um Anstand und Würde in dieser Republik. Anstand bedeutet stehen. Anständigkeit ist gefragt. Da lag Cora Stephan einst und frühzeitig richtig. Aber das ist eben mehr als das Programm “Seid nett zueinander”, wie Anselm Doering-Manteuffel das Credo von Springer aus den 50er und 60er Jahren auf den Begriff bringt. Kontroverse sind wichtig, aber ebene nicht Zank und Streitsuch mit Wetteifer, was seelische Unreife ausdrückt. Das ist alles umso wichtiger, da mit Geld Legitimation und Herrschaft nicht grenzenlos oder unendlich abgedeckt werden kann. Sarrazin bleibt eine traurige Gtestalt. Da ist keine Trauerarbeit, sondern vor allem Eschatologie und Apokalyptik bei Sarrazin. Der aufgelegte Habitus der orthodox altsozialistischen Sachlichkeit zur Einschläferung der Nation täuscht. Aber jetzt enthült sich das Wesen von Sarrazin. Auch das Wesentliche seines Buches wird das Licht der Öffentlichkeit vermutlich erreichen. Es herrscht Meinungsfreiheit und das Buch wird gedruckt und verkauft.
Es geht nicht um eine andere Republik, sondern um eine Verbesserung der Republik. Dazu zählt auch die Stärkung des Wesens der Republik selbst. Informationsfreiheit und Publizität sind wichtige Grundsätze. Das Arkanprinzip zählt nicht zu den herausgehobenen Merkmalen der Republik. Etwas ausgesprochen Heiliges ist hingegen die Republik selbst. Sie ist Sache der Öffentlichkeit Eine Entweihung der Republik kann nur einen Fluch zur Folge habe. Um das so zu beurteilen sind keine unerklärlichen Fähigkeiten nötig.
Bessere Politik mit Ergebnisse ist wichtiger als der beste Politiker
Demokratie funktioniert mit gewöhnlichen Menschen erstaunlich wunderbar. Für eine bessere Politik ist wichtig, dass es weniger um richtig oder falsch und auch nicht um ein entweder/oder ein JA/NEIN geht, sondern auch um besser Verfahren und Prozeduren. Wie gestalten wir unsere gemeinsamen Verfahren?
Wie wir besser zusammen arbeiten
Es geht darum, wir wir es (selbst) besser machen. Wir brauchen Verbesserungen, bezahlbare Innovation für alle (“Wohlstand für alle” – Ludwig Erhard) und eine gerechte Politik. Ein faires Spiel (idealtypische FDP Programmatik), das reicht nicht, selbst wenn das Spiel verdammt cool ist. Wie cool ist der Typus Westerwelle?
Wie wir zusammen es besser machen
Es ist zu ernst für Spiel und Schauspiel. Ernstfall und Ausnahmezustand gilt es zu meiden. Das begräbt die bürgerlichen Verhältnisse der Nation und würde für Deutschland schonmal das Grab ausheben. Nein, kein spielen. Wir sind keiner Kinder mehr. Da hilft auch NEON nicht. Generation 30 steht da. Bloß wie?
Wenn wir Ernst werden, können wir die Lage meistern. Witz, Zynismus und Ironie helfen über den Tag, bringen aber keine Taten. Gute Taten, die zählt, Taten die gut tun, das ist die Statistik, die es braucht. Als Haltung bringt es Ernst aber nicht. Weder Ernst noch Sachlichkeit per Anweisung verändern etwas. Wandel geschieht langsam, aber Wandel erfolgt. Deutschland ist wie die USA eine durchaus christliche und moderne Nation. Und dies kann Deutschland vielfach sogar besser miteinander verbinden. Diese bundesrepulikanische Stärke gilt es zu bewahren und sorgsam zu hüten.
Alte deutsche Neurosen bringen 2010 Tumult einer Medienmeute, die richtig nach rechts will, ohne CDU
Diejenige Gruppe an Menschen in den Medien, die schon in den 70ern, in den 80ern und in den 90ern massiv Stunk und Zoffpur, den größtmöglichen Unfrieden, und zwwar innerlich als seelische und als soziale Stimmung verspürte, die Deutschland dekadent überdrüssig ist (die echten “Spätrömer”, die keine Republik benötigen für ihren “Tanz auf dem Vulkan”), die ist nicht nach politischen Kriterien und nach links oder rechts zu beurteilen, sondern nach dem Spiel, das sie treibt und mit antreibt. Aus was auch immer für Quellen heraus treiben es einige dahin, Fälle für den sozialpsychatrischen Dienst zu werden. Hier müssen Wohlfahrtsverbände und kommunale Daseinsvorsorge greifen. Und auch die sagenumwobene Fraktion der “CDU Kokser” sind unnötig für dieses Land. Die Gestaltung des Landes zu beackern ist Schicksal der Jüngeren. Praxis bringt die Reife.
Das bürgerliche Minimum: Ernst Cassirer lesen
Gegen einen Sarrazin darf man Gräben ausheben, fluten, Wälle errichten und Burgen bauen. Pfeil und Bogen sind schon Thema bei Heraklit und der Odyssee. Odysseus spannte seiner Penelope den Bogen. In “Vom Mythus des Staats” schreibt der deutsch-jüdische Philosoph Ernst Cassirer treffend über die 30er und 40er Jahre: “Ein Mythus ist in gewissem Sinne unverwundbar. Er ist für rationale Argumente undurchdringlich; …” (388). Außerdem bemerkt Cassirer etwas, was bei der Causa Sarrazin ins Schwarze trifft: “Denn es gibt schließlich eine Logik der sozialen Welt, wie es eine Logik dere physischen Welt gibt. Es gibt gewisse Gesetze, die nciht ungestraft verletzt werden können.” (387)Auf der letzten Seite schreibt Cassirer für uns: “Die Mächte des Mythus wurden durch höhere Kräfte besiegt und unterworfen. Solange diese Kräfte, intellektuelle und moralische, ethische und künstlerische, in voller Stärke stehen, bleibt der Mythus gezähmt und unterworfen.” (390). Zähmen wir die stürmenden Mythologen, werfen wir sie zurück und halten sie unten.
Our country
Wir bräuchten etwas Klasse, keine großen Klassensprecher. Sozial Klasse sortieren, bringen aber keine Endergebnisse. Und gut und immer besser sprechen bringt mehr als korrekte Sprache. Deutscher Meliorismus: Republik 2.0 Das wäre dann bestes “Achievement” im Sinne des entsprechenden Plädoyers von Richard Rorty. Titel und Betitelung der Story zählt. Paul Nolte pries dieses Buch an und seine Perspektive. Ich kenne den Inhalt nicht. Aber das Wort ist prima. Und es ist eben “our country”.
Was Peter Kruse anführt, trifft auch auf deutsche Politik und Parteien zu
Von Politik fühlen sich die Bürger abgefertigt. Darum kommt Sarrazin an. Denn der sagt was. Was, das ist ganz egal!
Von Politik fühlen sich Bürger abgefertigt
Wenn Politik, Verwaltung, Bundespolitiker und Kommunalpolitiker, nicht ordentlich zuhören und hinhören (ein hermeneutisches Ohr ist gefragt), dann bemühen die Menschen um jeden Preis trotzig die Meinungsfreiheit ansich, weil ihre Meinungen gar nicht mehr gehört werden und nichts gelten. Darum kommt Sarrazin an. Denn der sagt. Was gesagt wird, das ist ganz egal! Nicht nur die Situation, auch die Struktur ist Teil des Problems.
Bürger sind mehr als Konsumenten
Wenn die Leute nur noch als Konsumenten etwas gelten, d.h. wenn sie über Zahlungsmittel und Werte, die flüssig gemacht werden können, verfügen, aber nicht mehr als Rechtspersonen im sozialen Rechtsstaat mit fraglos geltender Würde, dann driftet die Republik.
These: Kulturell flüchtet sich die Mitte mit neuerlicher Bürgerlichkeit nach oben, sozial rutscht die Mitte nach unten
Die Mitte verschiebt sich sozial (“neue Unterschicht”) nach unten und kulturell (“neue Bürgerlichkeit”) nach oben. Paul Nolte hat offenbar seinerzeit, als er beide Begriffe mit prägte, diese Problem wohl nicht gesehen, dass die kulturelle Bürgerlichkeit als Lösung für die sozialen Entbürgerlichung begierig begriffen werden würde. Und somit kann sich auch diese Bürgerlichkeit in sozialer Distinktion und Konsum zwecks Prestige erledigen. Das ist nicht viel anders als in der Unterschicht, die aus Prestige den Flachbildfernseher benötigt.
Was ist zu tun?
Integration ist nicht nur Sache des Verwaltungshandeln, von diversen Pädagogen und allerei Beauftragten, sondern Integration Aufgabe für die ganze Bürgergesellschaft und die gesamte Zivilgesellschaft.
Ohne politische Kommunikation ist alles nicht, aber ist Kommunikation alles?
Der Joker verhext die Politik, verleitet zur Torheit, narrt die Wähler und macht Amtsträger zu Narren
Wozu gute Policy? Warum braucht es Verwaltung und Partei? Nicht die Politik zählt oder macht den Unterschied, nein “politische Kommunikation”! Gibt es Probleme mit der Politik, dann ist die Politik weder Schuld noch Ursache.
Kein Problem, frag den Guru
Wie ein Guru nennen die Experten für “politische Kommunikation” Instrumente, um die Politik besser zu verkaufen. Ist Konsum die Antwort? Instrument kommt aus dem Latein, im Altgriechischen meint es aber Spielzeug. So wird aus Politik ein Spiel um Kniffe und Listen.

