"Das Politische anders denken"

Frühling der Bürgerlichkeit?

Archiv für die Kategorie ‘Augenblick bitte / inne halten

Welche Schritte sind nötig, um unser Land zur Blüte zu führen?

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Es bedarf unserer Antwort auf diese Frage.

Die Meinungsfreiheit ist keine Freiheit von Folgen der eigenen Meinung

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Zur Meinungsfreiheit gehört auch, dass jeder die Folgen seiner Meinung privat trägt. Nicht jeder kann geliebt werden. Man darf an nur die Gerechtigkeit von Recht und Gesetz erwarten. Wer loslegt, um geliebt zu werden, oder weil er mehr begehrt als andere, muss damit rechnen, dass die ausgesprochene Meinung nicht begehrt wird und nicht behagt.

Angela Merkel und Adorno

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Wunderbare Textstelle dank Theodor Adorno und Max Horkheimer aus “Dialektik der Aufklärung”, die toll auf Bundeskanzlerin Frau Dr. Merkel passt, die oft unterschätzt bzw. präziser falsch eingeschätzt wurde:
“Die List, die darin besteht, daß der Kluge die Gestalt der Dummheit annimmt, schlägt in Dummheit um, sobald er diese Gestalt aufgibt. Das ist die Dialektik der Beredsamkeit.” (Seite 76)

Vielleicht kommt man Frau Dr. Merkel besser mit Elementen aus der Analyse von Adorno & Horkheimer über Odysseus auf die Spur als mit den Attributen Physikerin und Naturwissenschaftlerin.

Dass sich Deutschland so angerührt zeigt bei der Organspende von Frank Walter Steinmeier, dokumentiert wohl etwas, was u.a. bei Merkel fehlt. Die Leute wollen Leben und Lebendigkeit, nicht nur Kalkül und Berechenbarkeit. Um hier Adorno und Horkheimer als Kontext einzubringen: “Solche Anpassung ans Tote durch die Sprache enthält das Schema der modernen Mathematik.” (Seite 68)

Fragwürdigkeiten schwirren durch den Zeitgeist, entgeistern den guten Geist der Republik

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Streit, Zorn und Groll liegen in der Luft. Böse Schwingungen laden sich negativ auf, kreisen wie Geier umher. Wie kann der Strom an Wellen (Abtritte, Rücktritte, Austritte, umhertreten, Flucht aus Ämtern, Schwund an Vertrauen, Glaube und Treue, Abstürze und Einstürze von Banken, Abgründe, unterirdisch implodierte monströse Luftschlösser der Finanz mit Krise, drei Wahlgänge, Zoff, Umgangston, Streitsucht, pubertäres Wetteifern) friedlich in Meeresstille münden? So, dass kraftvoller Einsatz und Energieaufwand zu Segen (Shalom) würde.

Zitat: Emmanuel Levinas über Sprache und ihre “bösen” Möglichkeiten

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“Die Sprache ist sowohl im guten wie im bösen die Möglichkeit einer rätselhaften Zweideutigkeit, die die Menschen mißbrauchen.”

Geschrieben von edomblog

18. August 2010 um 21:21

“Viele Amateure in der Politik machen noch lange keine gute Laienspielgruppe!”

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Die Ansicht der Rundumsicht und der Blick auf das politische Panorma teilen folgenden Augenschein unvermittelt mit:

Viele Amateure in der Politik machen noch lange keine gute Laienspielgruppe!

Angesichts der gegenwärtigen Politik – Bundespolitik und Teile der Bundesregierung – bleibt diese Ansicht auf das “politische Geschäft” und daraus folgende “kritische” Einsicht niemandem erspart. Schlafen ist nicht gestatt. Nur wach und mit Wachsamkeit ginge es anders vonstatten. Niemand kann sich seine Politiker aussuchen. Das kann man nicht einmal in der eigenen Partei. Weitere Einsichten bleiben zu diskutieren. Und Schlüsse muss jeder selbst aus den Erlebnissen und Ereignissen der Gegenwart ziehen. Ein jeder bringt seine Erfahrung mit ein.

Von einer derart wirren und irrealen Vorstellung der Politik hatte man vorher keine wirkliche Vorstellung. Jetzt ist der Blick unverstellt und vorurteilsfrei, unvoreingenommen und somit aufgeklärt. Das neue Licht blendet den, der das abgemildete und abgeblendete alte, sanfte Dunkel gewohnt war, sich vereinnahmen zu lassen und gemein zu machen mit holden Vorstellungen und heeren Ansichten, die unanstößig die gute Gesinnung. Sorgsam gepflegt wie Make-up gebrauchen und dick auftragen lassen, das ist nicht vertretbar und es wäre obszön, da das Anlitz dieses frivolen und lasterhaften Schauspiels offenbar wurde und die erschreckende Fratze hinter der wohlanständigen Maske des sorgsam gepflegten und gehüteten Scheins hervorpreschte und schrill ins grelle Licht stammelte und stolperte. Das geschah allen Sprachregelungen zum trotz oder gerade wegen der hilflosen Sprachregelungen. Da liegt sie nun, die Politik ohne Maske.

Wann setzte die Welle der Rücktritte in der Politik wirklich ein? Einen Gedankenschritt in der Zeit zurück:

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Wer fing an mit der Welle der Rücktritte? Erster Politiker war Edmund Stoiber! Stoiber floh vor Verantwortung, indem das Ministeramt in Berlin gar nicht erst angetreten wurde. Und vorher noch trat Schröder als Kanzler zurück, in dem er nach der Wahl in NRW den Bundestag auflöste, um sich Hals über Kopf wie ein Hasardeur sich in eine aussichtslose Neuwahlen zu stürzen. Da begann das Spielen mit der Macht seinen Lauf zu nehmen.

Dem mag man eventuell Respekt zollen. Aber es blieb ein finales Schauspiel, das vom Showmaster Schröder zur Schau gestellt wurde und präsentiert wurde. Schröder liebte seine Auftritte in “Wetten dass”. Die “Saalwette” verlor Schröder in Form der Bundestagswahl 2005. Der erhoffte glückende Husarenritt und das herbeigesehnte Husarenstück glückte Schröder nicht. Nur durch eine Vielzahl kleiner und mittlerer Fehler der CDU geriet das von Schröder einsam beschlossene Manöver nicht vollends politisch zu Harakiri und die Flucht nach vorn zum desaströsen Himmelfahrtskommando. Der Teilerfolg der eventuellen Chuzpe von Schröder täuscht über die Selbstdemontage und den hochgradig destruktiven Charakter der Aktion hinweg. Schröder glückte die zeitweise die authentisch wirkende Wandlung vom Sünder und Täter zum Opfer, der noch als Machthaber das Underdog und den hilflosen vorspielte aber aufrechten Aufsteiger vorgab und nochmal den wackeren Kämpfer gegen die da oben spielte. Was für eine Darbietung! Wie wird man die gerufenen Monster und heraufbeschworenen Gespenster und Ungeheuer wieder los? Manchmal scheint es so, als wären die Poltergeister in der Politik los und wären einzufangen und zu bändigen. Die engere Erblast abzutraben bleibt zunächst Steinmeier nach dem von der SPD erlebten Absturz beim Wahlergebnis 2009 überlassen. Vermutlich ist das eine Sysiphusarbeit für eine ganze Generation. Ein mahnendes und abschreckendes Beispiel für CDU/CSU! Eine Große Koalition hätte man 2005 auch mit einem Rücktritt von Schröder haben können! Für bürgerliche Politik kann das nicht zum Vorbild taugen. Solide und geordnete Verhältnisse sind gefragt. Übrigens soll Schröder angeblich schon 1998 auf eine Große Koalition spekuliert haben. Auch zur Wahl 2005 gibt es Gerüchte über einen Deal zwischen Schröder und Stoiber. War das der Grund, weshalb Stoiber nicht nach Berlin durfte? Diese hätte den innerpartlichen Widersacher und Konkurrenten Lafontine gebändigt. Auch dessen Abgang bleibt etwas mysteriös. Vielleicht war Lafontaine der ins Wasser geworfene “Kieselstein”, der die in der Ära Kohl noch ausgebliebene Welle an Rücktritten einläutete. Ursprung der Quelle sind waren die internen ungelösten Probleme der SPD! Die Welle und der Niedergang der Stabilität begann mit der SPD und dem Niedergang der SPD und dem destruktiven Agieren des Agitatoren Gerhard Schröder! Der Streit in der SPD ist die Quelle des sprudelnden Giftes. Streit, Zorn und Groll liegen in der Luft. Wie können die Wellen zu Meeresstille werden? Der Streit zwischen Oskar Lafontaine und Gerhard Schröder samt seinem Getreuen, dem Adlatus und Adjudanten Frank Walter Steinmeier. Oskar Lafonataine hatte als Saarländischer Ministerpräsident exzellente Beziehungen zur DDR und zum Ostblock. Heute steht Gerhard Schröder in den Diensten von dort. Zuletzt nach Moskau reiste Angela Merkel.

Angela Merkel wettet nicht. Die Rechnungen müssen für sie “aufgehen”. Doch der Wetteinsatz im Spiel der Politik ist immer Deutschland. Verzocken geht nicht. Politiker dürfen nicht zu Zockernaturen werden. Derartige Naturen haben mit maßloser Zockerei schon das Finanzwesen zu Lasten und auf Kosten aller Bürger ruiniert. Das Gemeinwesen und das Staatswesen sind nicht für Spielsüchtige zum Zocken da.

Mit anvertrauten Wahlämtern spielt man nicht. Das Vertrauen in Ämter wird so verspielt.

Ist der Rücktritt vom Regierungsamt und hohen Parteiämtern heute hoffähig geworden? Welche Art von Rücktritt oder Rückzug aus der Politik findet heute gesellschaftliche Akzeptanz? Woher stammt die scheinbare Amtsmüdigkeit oder offenbar wirksame Politikmüdigkeit bei den Spitzenpolitikern in der CDU? Finden Sie in der Politik noch Sinn?

Sachdienliche Hinweise zur hermeneutischen Meditation von den “Meistern”: Leo Strauss und Seth Benardete

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„There is only the surface and the surface is the heart of things. Depth is an Illusion“
(Seth Benardete)

„The problem is inherent in the surface of things, and only in the surface of things, is the heart of things.“
(Leo Strauss, in: “Thoughts on Machiavelli”, S. 13)

„A ,golden Sentence’ by Leo Strauss“
(Seth Benardete, Review of „City and Man“ by Leo Strauss)

“Extremism in the defense of liberty is no vice, and moderation in the pursuit of justice is not a virtue.”

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“Extremism in the defense of liberty is no vice, and moderation in the pursuit of justice is not a virtue.”

Barry Goldwater 1964, phrase from Cicero, pushed by Speechwriter Harry Jaffa

“Danke für die Info”

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