Monica Lierhaus ist ein Wrack
Alle schreiben darüber. Die arme Frau ist ein Wrack. Sie kann nicht mehr moderieren. Es ist einfach bestürzend und bedrückend. Es war unangenehm, diesen lebenden Körper und die tote Stimme ohne Lebendigkeit dazu zu sehen. Soll man deshalb, weil man davon verschont ist, sich in sozialer Demut üben? Wo sind denn die Filmdiven, die sich das Gesicht zerkratzen und die Klunker vom Körper reißen, während sie das sehen? So religiös ergreifend war der Moment dann wohl nicht. Es wird als “Sensation” (WELT) gepriesen.
Es scheint geradezu so, als müsse diese Gesellschaftsschicht, die Stars macht und vernichtet, sich in der Lage zeigen, einen Schlag des Schicksals mit einem Ritual zu verarbeiten und sich göttlich unverletzbar zu zeigen. Der Sieg über die natürliche Vergänglichkeit, das verdient angepriesen zu werden. Sie machen die Unsterblichen.
Geschrieben von edomblog
7. Februar 2011 um 00:46
Veröffentlicht in Medienkritik & Auseinandersetzung
Getaggt mit Goldene Kamera, Lierhaus, Medienpreis, Monica Lierhaus, Ritual, Stars, Untersterbliche, unverletzbar, vantias, Vergänglichkeit
Eine Antwort
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Ergänzung: Ist alles eine Geschmacksfrage?
Mit der Heirat wird noch eine Märchengeschichte daraus … Es geht nicht nur um Geschmack, sondern auch um Sitte. Wenn es nur Unterhaltung wäre, dann ist es sicher eine reine Geschmacksfrage. Der Heiratsantrag war aber keine Fiktion.
edomblog
7. Februar 2011 um 19:23