"Das Politische anders denken"

Frühling der Bürgerlichkeit?

Über Hegel und Hölderlin bündig zu Habermas: Eleusis

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Karl Marx schrieb zitierend folgendes von Schelling stammendes Wort: „Es ist Verbrechen an der Menschheit, Grundsätze zu verbergen, die allgemein mitteilbar sind.“[1]

Da die Referenz für die „Leistungenskraft von Verständigung“ die Religion und das Sakrale ist, wird die Positionierung von Habermas behandelt. Sie steht logisch an erster Stelle, da sie für Habermas an oberster Stelle steht. Da maßgeblliche Arbeit der Internationalen Beziehungen zur Anwendung von Habermas das Wort „Überzeugung“ im Titel führt, erscheint umso wichtiger, die Differenz von doxa, episteme und gnosis zu beleuchten. Insofern wird mit Wissenschaftssoziologie eingestiegen. Desweiteren nimmt Habermas gewießermaßen als „Maßstab für Rationalität“ nicht die Beherrschung der Natur oder von Menschen, sondern das Konkurrenzverhältnis von Philosohpie und dem Sakralen in der Sprache.

Für das Verständnis von Habermas mag folgender gleichsam universeller Vers bezeichnend sein, den Hegel 1796 in einem Gedicht mit Titel „Eleusis“ an Hölderlin richtete:

„…
des alten Bundes Treue, fester, reifer noch zu finden,
des Bundes, den kein Eid besiegelte,
der freyen Wahrheit nur zu leben,
Frieden mit der Sazung [sic!]
Die Meinung und Empfindung regelt, nie einzugehn.
…“.

Dieser Bund bezieht sich von der Dimension her freilich auf das Abrahamitische. Die Verse müssten wie folgt gelesen werden:

„des alten Bundes (Treue)
[A. Aufbruch im Vertrauen auf „Gott“; Bundestheologie; Vertrag als Bund]
Treue, fester, reifer [=gereifter] noch (zu finden)
[u.a. in der Überlieferung der Bibel zu finden.]
zu finden, des Bundes, den kein Eid besiegelte,
freizulegen; streben; ferner zu erwarten, unbeschworen]
besiegelte der freyen Wahrheit nur#zu leben,
[verschriftlichte Wahrheit in Offenbarung und Philiosophie]
besiegelte der freyen Wahrheit
[von / für die Freien (Geister)
Wahrheit nur zu leben
freye Wahrheit[en] nur zu leben
[=“nur“ von unfreien Wahrheiten gelebt werden]
Wahrheit nur zu leben, Frieden mit
[nur freie Wahrheiten können wirklich gelebt werden!]
zu leben, Frieden mit der Sazung
Frieden nie einzugehen mit der Sazung [welche] Die Meinung und Empfindung regelt.
nur zu Leben in Frieden mit der Satzung, die [regelt] nie einzugehen, Meinung und Empfindung.

Ein Bund ohne Eid, kann sich nicht auf ein göttliches Wesen beziehen. Der Eid muss sich dann selbstreferentiell auf den Bund beziehen. Gemeint ist auch die Ablehnung jeder religiösen Monarchie. Es geht um einen Eid auf etwas, was neu ist, auf das noch gar nicht geschworen werden konnte.

Dieses Gedicht steht nur im Kontext des zeitgenössischen „hen kai pan“, aber ohne weiteres Pantheismus nach Spinoza daraus abzuleiten, ginge fehl; zumal kein griechischer, sondern nur ein hebräischer Begriff von „Natur“ zur Geltung kommen kann, welchen es aber eben gar nicht gibt. In diesem Sinne wäre „Natur“ als Odem bzw. Hauch oder „Atmen Gottes“ zu verstehen, nicht aber in Latein oder Griechisch als actus oder logos. In Diesem Bedeutungsfeld ist man bereits bei Wörtern wie Wind oder Spur. Daran unterstreicht sich das Eintreten von Benjamin, Levinas und Derrida für das Wort Spur. Derrida bevorzugt das altgriechische Wort „chora“; und nähert „logos“ wieder dem hebräischen „dawar“ an (Bloom 1997/1975).

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